Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Dominik Golenhofen dg vor 10 Jahre, 11 Monate.

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    Dominik Golenhofen
    dg
    Verwalter

    Candida Pilz Kur
    Die hier aufgeführte Pilzkur habe ich in meiner Heilpraxis entwickelt und sie hat sich bei vielen Patienten bewährt. In meiner Praxis bin ich auf die Sanierung des Darmes spezialisiert, weshalb die Beseitigung von Pilzen bei chronisch kranken Menschen zu meinen täglich Aufgaben gehört. Wichtig ist für mich der nachhaltige Erfolg, d. h. die dauerhafte Beseitigung der Pilze und die Schaffung einer stabilen gesunden Darmflora. Der heutige Zeitgeist ist, alles besonders schnell erreichen zu wollen, weshalb ich versucht habe, die mir effektivsten Mittel so zu kombinieren, dass dieses gewährleistet ist. Wer mit Pilzen zum ersten Mal in Kontakt kommt, der findet meine ganzen Maßnahmen vielleicht übertrieben, aber „leider“ sind alle der hier aufgeführten Punkte aus meiner Erfahrung wirklich erforderlich. Hier die Punkte im Einzelnen:

    1. Die gesunde Ernährung bzw. Diät
    Nicht ohne Grund steht die richtige Ernährung für das Gesundwerden an erster Stelle. Gerade bei dem Kampf gegen Pilze im Körper besteht ohne eine konsequente Ernährungsform keine Aussicht auf Erfolg. Wie Sie im Ratgeber hoffentlich gelesen haben, leben die Candida-Pilze von Zucker bzw. Kohlehydraten. Die genaue Diätanweisung haben wir wegen der Wichtigkeit unter extra Link „Candia-Pilz-Diät“ aufgeführt.

    2. Die gesunde Darmflora bzw. ein sauerstoffreicher Darm
    Es gibt unterschiedliche Arten von probiotischen Darmbakterien (Mikroorganismen). Eine Art (aerobe Bakterien), der in der gesunden Darmflora lebenden Bakterien, lebt von Sauerstoff und produziert Stickstoff und eine andere Art (anaerobe Bakterien) lebt von Stickstoff und produziert Sauerstoff. Wenn sich im Darm Pilze breit gemacht haben, verdrängen die Pilze die gesunden Sauerstoff erzeugenden Bakterien, denn Pilze brauchen keinen Sauerstoff, sondern hassen diesen geradezu. Pilze leben nur in einem sauerstoffarmen Milieu d. h. schafft man eine sauerstoffreiche Umgebung, so werden die Pilze absterben. Durch die Zufuhr von anaeroben (Sauerstoff erzeugenden) Bakterien, am besten eine Mischung von aeroben und anaeroben Bakterien im richtigen Verhältnis, kann der in der Darmflora fehlende Sauerstoff erzeugt werden, sodass sich die Pilze nicht mehr vermehren können, sondern absterben. Ich fasse noch einmal zusammen: Die Pilze schaffen sich eine Sauerstoff arme Umgebung. Versucht man gesunde aerobe (von Sauerstoff lebende) Bakterien einzunehmen, so werden diese logischerweise nicht anwachsen, da es ja keinen Sauerstoff gibt. Deshalb ist es zwingend erforderlich anaerobe (von Stickstoff lebende und Sauerstoff erzeugende) Bakterien zuzuführen, sodass dann einerseits die Pilze ausgerottet werden und auf der anderen Seite auch die gesunden aeroben (von Sauerstoff lebenden) Bakterien endlich wieder überleben können.
    In den meisten natürlichen probiotischen Lebensmitteln (Joghurt, Sauerkraut, …) und fast allen Nahrungsergänzungsmittel (Kapseln, Pulver, …) sind nur aerobe Bakterien enthalten, weshalb die Darmflora zwar während der Einnahme verbessert wird, aber kein Sauerstoff erzeugt wird und sich so die Umgebung im Darm nicht nachhaltig ändert. Diese aeroben Bakterien können sich ohne Sauerstoff nie ausbreiten und so den Darm nachhaltig besiedeln. Das Problem der Sauerstoffarmut bleibt bestehen. Man wird so quasi abhängig von der Einnahme der Probiotika und erreicht nicht die gewünschte gesunde, sich selbst erhaltende Darmflora.
    Diese Wiedereinführung des Sauerstoffes in den Darm kann noch durch die Einnahme von ozonisierten Ölen unterstützt werden.

    3. Mineralien und Spurenelemente
    Die gesunde Darmflora, sprich die gesundheitsförderlichen Bakterien, benötigen zum Anwachsen, bzw. sich einsiedeln und langfristigen Überleben, ausreichend Mineralien und Spurenelemente (richtigen pH-Wert). Dieser dritte Punkt im „Kampf“ gegen Candida und andere Darmpilze wird leider oft vergessen. Vernachlässigt man diese Remineralisierung, so kann durch eine strenge Candida-Diät der Pilz vorübergehend maximal ausgehungert werden. Durch die begleitende Einnahme von Probiotika werden die Pilze zwar kurzfristig verdrängt, aber die gesunden Bakterien bekommen langfristig nicht die richtige Umgebung, um sich auszubreiten und sich so wirklich im Darm zu etablieren. Deshalb erleben viele Menschen nach dem Absetzten der Diät und der Probiotika nach kurzer Zeit einen Rückfall mit Pilzen im Darm und den hieraus folgenden Beschwerden. Darauf folgt die große Enttäuschung nach so viel Mühe, Geld und Entbehrungen.

    Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir bei der Anti-Pilzdiät nicht nur gewisse Lebensmittel meiden, sondern auch hochwertige Lebensmittel essen. Unter hochwertigen Lebensmitteln verstehen wir hier Lebensmittel, die reich an Mineralien und Spurenelementen sind. Diese Kriterien erfüllen vor allem Gemüse, die auf natur belassenen Böden langsam gewachsen sind und nicht durch Überdüngung schnell erzeugt wurden. Wir sollten also von unserer Industriekost weg, hin zu energiereichen biologischen Lebensmitteln gehen.

    Realistisch gesehen ist unserer Körper nach mehren Jahren mit Pilzen im Darm sehr ausgelaugt und extrem entmineralisiert (übersäuert). Die Pilze bilden mit die schlimmsten Gifte (Aflatoxine), die wir kennen, und produzieren durch Vergärung des Zuckers Alkohol. Diese höchst schädlichen Produkte müssen vom Körper neutralisiert bzw. entgiftet werden, was nur durch den Verbrauch von Mineralien geschehen kann und so in der Folge den Körper entmineralisiert. Um diese Übersäuerung und Demineralisierung auszugleichen, ist selbst die beste Ernährung kaum in der Lage bzw. es würde Jahre dauern, um die Defizite wieder aufzufüllen. Deshalb ist es neben den Maßnahmen unter Punkt 1 und 2 auch erforderlich natürliche organische Mineralien und Spurenelemente in ihrer ganzen Komplexität zuzuführen, wie dies durch die Einnahme von natürlichen Gemüse- und Kräuterkonzentraten erfolgen kann.

    Wird all das oben beschriebene mehrere Monate lang konsequent durchgeführt, kann den Pilzen nachhaltig die Lebensgrundlage entzogen werden, es stellt sich die natürlich gesunde selbsterhaltende Darmflora ein und man kann die Candida-Diät und alle eingenommenen Hilfsmittel absetzen, ohne dass die Pilze zurückkehren.

    In meiner Praxis empfehle ich folgendes Einnahmeschema:

    Erste Phase
    Die 1. und 2. Woche lang sollten wenigstens 3 mal täglich 100 ml probiotische Mikroorganismen (Mischung aus aeroben und anaeroben Bakterien) eingenommen werden. Ich nenne dies die „Umstellungsphase“, denn mit einem Schlag wird das schädliche Pilzmilieu in ein gesundes Darmmilieu umgestellt. Diese relativ große Menge ist erforderlich, damit der gesamte Speisebrei mit diesen Mikroorganismen über die Länge des gesamten Dünn- und Dickdarms durchmischt wird. Dosieren Sie die Mikroorganismen so hoch, dass der Stuhlgang den gleichen natürlichen fermentierten Geruch der probiotischen Mikroorganismen aufweist. Stinkt der Stuhlgang noch nach Eiweißfäulnis oder anderen Produkten, so sollte die Einnahmemenge für einige Tage erhöht werden, bis der Stuhlgang den richtigen Geruch aufweist. Wenigstens 2 Wochen sollte die Dosis so hoch gehalten werden, dass der Stuhlgang nach den Mikroorganismen riecht. Bei sehr starken Pilzbefällen, die über Jahre bestanden haben, kann es sinnvoll sein, diese Umstellungsphase der Durchmischung des Speisebreies länger aufrecht zu erhalten. Die richtigen Mikroorganismen entgiften den gesamten Darminhalt (Speisebrei), denn die Mikroorganismen sind in der Lage Gifte abzubauen und somit die Rückvergiftung aus dem Darm zu beenden.
    Begleitend zu den Mikroorganismen muss man sich selbstverständlich an die Pilzdiät halten. Außerdem sollte man in der Umstellungsphase beginnen vermehrt organische Mineralien und Spurenelemente zuzuführen. Dafür verwenden wir das Gemüsekonzentrat Pianto. Sie können mit 3 mal täglich einem ½ Teelöffel beginnen und die Dosis dann auf 3 mal täglich 1 Teelöffel steigern. Bitte beachten Sie, dass Pianto ein Konzentrat ist, das immer verdünnt werden muss.

    Zweite Phase
    Die zweite Phase ist die „Stabilisierungsphase“, in der die Einnahmedosis von den Mikroorganismen auf täglich 3 mal 20 ml reduziert wird. Durch die richtige Diät sollte in dieser Phase der Stuhlgang weder besonders stinken noch sollten Blähungen auftreten. Diese Phase sollte auf jeden Fall länger beibehalten werden (3 – 12 Monate), als bis die Pilze aus dem Darm vertrieben sind. Außerdem wird die Entgiftung des Darmes bzw. der Darmwände fortgesetzt. Denn gerade in den Darmwänden sind alle Arten von Schlacken (Abbauprodukte aus dem eigenen Stoffwechsel, der alkoholischen Gärung, der Eiweißfäulnis, Schwermetalle, Pestizide, Medikamentenrückstände, usw.) abgelagert, die sich langsam über Tage und Wochen herauslösen. Durch die ständige Zuführung der Mikroorganismen können diese freiwerdenden Gifte gleich umgewandelt und so unschädlich gemacht werden. Diese Gifte würden sonst das Milieu im Darm vergiften und so die guten Bakterien schnell zurückdrängen und dadurch zum Rückkehren der Pilze führen. Hier werden lediglich so viele Mikroorganismen zugeführt, dass weiter die anaeroben Mikroorganismen zur Sauerstoffproduktion in den Darm eingebracht und gefördert werden. Diese Phase sollte in der Regel wenigstens 3 Monate dauern, noch besser wären 6 Monate. Wenn sie sehr lange Pilze im Darm hatten (viele Jahre), dann sind selbst 6 Monate noch zu kurz um dass Milieu im Darm zu stabilisieren. Sie sollten dies so wichtige Stabilisierunsphase auf 12 Monate ausdehnen (das wäre optimal).

    Während der Stabilisierungsphase ist es erforderlich auch die notwendigen Mineralien zuzuführen. Dies erfolgt einerseits durch die Ernährung, anderseits durch die Einnahme des Gemüsekonzentrates „Pianto“. Wenn man beginnt Gemüsekonzentrate einzunehmen wird der Körper geradezu mit Mineralien und Spurenelementen überflutet. Dies führt dazu, dass die täglich zugeführten gesunden Mikroorganismen anwachsen und sich ausbreiten können. Außerdem kommt es auch zu einer sofort einsetzenden Entgiftung des Darms, der Darmwände und des gesamten Körpers (die Mineralien werden ja auch resorbiert). In der Stabilisierungsphase wird die Einnahme auf 3 – 4 mal täglich 2 Teelöffel Pianto erhöht. Selbstverständlich wird Pianto immer mit Wasser verdünnt eingenommen. Ihre individuelle Dosis finden Sie am Besten, indem sie ihren Stuhl beobachten. Der Stuhlgang sollte durch die Einnahme von Pianto leicht flüssig werden. Die erforderliche Einnahmemenge ist individuell sehr unterschiedlich. Generell gilt, dass jüngere Menschen höhere Mengen vertragen und benötigen als ältere Menschen. Deshalb nehmen Sie die Empfehlung von 3 – 4 mal täglich 2 Teelöfffel als Richtwert und beobachten Sie lieber Ihren Stuhlgang. Er sollte leicht flüssig sein, d.h. eventuell gehen Sie dann auch mehrmals am Tag auf Toilette. Steigern Sie nach den ersten 2 Wochen (Umstellungsphase) die Einnahmemenge langsam bis Sie Ihre persönliche Menge erreichen und der Stuhlgang leicht flüssig wird. Während der nächsten Wochen ist oft erforderlich die Einnahmemenge zu erhöhen bzw. anzupassen. Jüngere Menschen können dann sogar bis zu 10 mal am Tag 2 Teelöffel einnehmen, um Ihren Stuhlgang gewünscht flüssig zu halten. Je höher die Einnahmemenge, desto besser funktioniert der Darm und desto schneller werden Sie Erfolge haben. Aus diesem Grunde ist bei jüngeren gesünderen Menschen auch die erforderliche Zeit für die Stabilisierung des Darmes kürzer.

    Anmerkung:

    Wer schon lange Pilze im Körper und Darm hat, sollte vor der Pilzkur eine Darmreinigung machen bzw. die beiden Programme kombinieren. In diesem Fall führt man die Darmreinigung ganz normal bis zum Ende der 7. Woche durch und beginnt dann mit der 1. Woche der Pilzkur „Umstellungsphase“.

    Die Entgiftung durch Pianto ist schwächer als bei der Einnahme von kolloidalen Mineralien. Deshalb kann man abhängig von der individuellen Situation auch während der Candida-Pilz-Kur parallel zu der Einnahme von Pianto die Entgiftung durch die Einnahme von kolloidalen Mineralien (mehrmals täglich 1 Esslöffel) effektiv unterstützen.

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