Dieses Thema enthält 24 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Dominik Golenhofen dg vor 2 Monate, 1 Woche.

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  • #67034
    jb
    jb
    Teilnehmer

    Hallo liebes Agenki-Team, hallo Forum,

    ich leide unter Multipler Chemikaliensensitivität.

    Mittlerweile reagiere ich auf winzigste Mengen von Schadstoffen, leide praktisch unter Dauerkopfschmerzen/-migräne, und musste zurück in mein Elternhaus ziehen, da der Zustand in meiner Wohnung schlichtweg untragbar war. Nur bei längeren Aufenthalten in der Natur bin ich so gut wie symptomfrei.

    Meine Frage ist nun: Wie schaffe ich es, in diesem Zustand zu entgiften? Jeder noch so kleine Versuch, den ich in letzter Zeit gewagt habe, endete mit tagelangen Migräneattacken und einer zusätzlichen Belastung der Leber durch die Medikamente.
    Schon mal vielen Dank im Voraus an alle, die sich durch diesen doch etwas länger gewordenen Text gekämpft haben 🙂

    Liebe Grüße

    P.S.
    Meine PH-Messwerte:
    Tag1
    Vormittags: 6,0
    Mittags: 6,5
    Nachmittags: 6,5
    Abends: 7,0
    Tag 2
    Morgens (vor dem Frühstück): 5,5
    Morgens (nach dem Frühstück): 6,5
    Vormittags: 6,5
    Mittags: 6,0
    Nachmittags: 7,5
    Abends: 7,0

    #67037
    julia3
    julia3
    Teilnehmer

    Hallo Surfbird,
    einen Schwermetalltest hast du aber noch nicht gemacht, oder doch?
    Falls du schwermetallbelastet bist, werden die Darmsanierungskuren/Entsäuerungskuren auf die Dauer wahrscheinlich kaum etwas bringen…
    VG Julia

    #67038
    jb
    jb
    Teilnehmer

    Moin Julia,

    danke für die schnelle Antwort!

    Einen richtigen Schwermetalltest habe ich noch nicht machen lassen, allerdings wurde bei einem Bioresonanztest vor ca. 2 Jahren eine starke Bleibelastung festgestellt. Außerdem Quecksilber, Cadmium und Pestizide. Wusste damals aber nicht, was ich von dem Ergebnis halten soll, da der einzige Rat der Therapeutin daraus bestand, mir zu sagen, dass ich mich ab jetzt nach der Blutgruppendiät ernähren soll, dann würden meine Beschwerden von ganz alleine verschwinden… War also offensichtlich nicht die kompetenteste Ansprechpartnerin.

    Viele Grüße
    Surfbird

    #67040
    jb
    jb
    Teilnehmer

    Hallo Julia,

    ich nochmal. Das heißt, du würdest die Schwermetallbelastung (falls tatsächlich eine vorliegt) als erstes angehen? Mobilisiert man dann nicht zu viele Giftstoffe, wenn die Leber sowieso schon überlastet ist?

    Viele Grüße
    Surfbird

    #67043
    sharkara
    sharkara
    Teilnehmer

    Hallo Surfbird,
    also ich teile deine Zweifel und würde nicht zuerst die Schwermetallbelastung angehen. Ich würde an Stabilisierung denken und daran, den Körper langsam wieder aufzubauen. Abklären würde ich nochmal konkreter die PH-Werte (alle Werte des Tages) vor allem auf die Morgenwerte achten, begleitend evtl. Pianto bzw. Entsäuerungskur III. Ich würde auch an einen HPU/KPU Test denken. Bezüglich der Probleme mit der Halswirbelsäule denke ich an Kulklinski und nitrosativen Stress. Stickstoffmonoxid oder, was günstiger ist ein Citrullin-Test könnte aufschlussreich sein. Ich denke an einen sehr hohen Mikronährstoffbedarf, der über die Ernährung allein sicher kaum zu decken ist. Das ist m.E. die erste Aufgabe. Alles andere sollte sich daraus ergeben.
    LG

    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monate von sharkara sharkara.
    #67045
    jb
    jb
    Teilnehmer

    Hallo Sharkara,

    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

    Das Buch von Kuklinski habe ich hier und auch schon vermutet, dass die Ursache meiner Gesundheitsprobleme in einer gestörten Mitochondrienfunktion liegen könnte. Ob nun durch die Halswirbelsäule ausgelöst (Saugglockengeburt, mehrere Unfälle, etc…) oder durch die häufigen Antibiotikaeinnahmen (evtl. Fluorchinolone) kann ich natürlich nicht sagen. Wahrscheinlich kommen verschiedene Faktoren zusammen, ist ja bei chronischen Erkrankungen fast immer so.

    Was den erhöhten Nährstoffbedarf betrifft, hast du mit Sicherheit recht. Gerade in der Zeit, als ich die starken Verdauungsbeschwerden hatte, war ich extrem mangelversorgt, weil mein Darm nur einen Bruchteil der zugeführten Nährstoffe aufgenommen hat, und ich habe das Gefühl, dass ich mich davon irgendwie nie richtig erholt habe. Wäre das Pianto hier auch hilfreich oder deckt das hauptsächlich nur die Aminosäuren ab?

    Einen HPU/KPU-Test hatte ich auch schon in Erwägung gezogen, allerdings bin ich aufgrund meiner gesundheitlichen Situation zur Zeit finanziell ziemlich eingeschränkt, und kann mir leider nicht alles an Diagnostik leisten, was ich gerne machen lassen würde. (Liebäugele schon lange mit einem umfassenden Stoffwechseltest vom Institut für Umweltmedizin: https://ifu-wolfhagen.de/naehrstoffbedarfsanalysen-ifu-institut-wolfhagen/, aber der ist natürlich auch alles andere als preisgünstig 🙁 ) Der Citrullin-Test, den du vorgeschlagen hast, wäre vielleicht ein guter Anfang…

    Was die Entgiftung angeht, würdest Du also erst mal nichts aktiv unternehmen? Lieber Fokus auf die Nährstoffe, und hoffen, dass die Leber sich auf diesem Weg erholt?

    Noch mal vielen Dank für Deine Mühe!

    Liebe Grüße
    Surfbird

    #67050
    Dominik Golenhofen
    dg
    Verwalter

    Hallo,
    ich vermute, dass die Impfung die Verschlechterung ausgelöst hat. Einerseits Giftstoffe und eine starke Immunsystemsbelastung. Das war zu viel für Sie.
    Bei MCS sind sicher die Toxine eine Riesenproblem. Die Toxine lassen das Immunsystem zusammenbrechen und es kommt zu chronischen Bakterien, Viren, Parasiten, Pilzen…usw.
    Folge ist eine gestörte Darmflora, Allergien, Immunprobleme, usw…
    Sie kennen die Symptome besser als ich.

    Die Frage nach der richtigen Therapie richtet sich danach, was Sie überhaupt verkraften können. Ratschläge gibt es tausende, doch was vertragen Sie überhaupt.

    Ich würde mit Eine Grundversorgung an Vitalstoffen beginnen. Vitamin D, Glutathion, Magensium, Selen, Zink.
    Dazu: basische, fast vegane Ernährung, wenn möglich Pianto als Gemüsekonzentrat.
    Probiotika, wie Darmflor Pro oder ähnliches…

    Würden Sie das vertragen? Bzw. was würde davon gehen?

    Gruß

    Dominik Golenhofen

    #67052
    jb
    jb
    Teilnehmer

    Hallo Herr Golenhofen,

    vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

    Mit Pianto habe ich noch keine Erfahrung, werde es aber auf jeden Fall ausprobieren.

    Was die anderen Nahrungsergänzungsmittel betrifft: Welche Dosierung würden Sie empfehlen? Hochdosen, um die Speicher möglichst schnell aufzufüllen, oder lieber erst mal langsam rantasten?

    Von der Verträglichkeit her, ist es bei mir zur Zeit unterschiedlich. Magnesium, Glutathion, usw. vertrage ich meistens sehr gut, alles, was stärker entgiftet, wie Alpha-Liponsäure oder Taurin, geht immer nur zwei, drei Tage am Stück, dann bekomme ich Migräne. Auch äußere Entgiftungs- bzw. Entsäuerungsmaßnahmen, wie Fußbäder mit Natron oder Magnesiumsulphat, gehen überhaupt nicht, da “zerreißt” es mir schon nach wenigen Minuten den Schädel.

    Dass ich mit meiner vegetarischen Ernährung – zumindest zur Zeit – richtig liege, ist gut zu wissen. Nur beim Thema Eisen bin ich immer ein wenig verunsichert. Ich esse regelmäßig Sesam, Kürbiskerne und Hirse, aber reicht das aus, um meinen Bedarf in der jetzigen Situation zu decken? Dass es mir damals nach der Einnahme der kolloidalen Mineralien besser ging, könnte ja – neben der Entgiftung – auch an der besseren Eisenversorgung gelegen habe, oder?

    Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Mühe!

    Viele Grüße
    Surfbird

    #67055
    jb
    jb
    Teilnehmer

    Hallo Herr Golenhofen,

    noch ein kleiner Nachtrag: Ich habe seit meiner Kindheit ständig geschwollene Lymphknoten am Hals. Den Grund hat nie jemand herausgefunden. Nun habe ich vor kurzem – im Zusammenhang mit MCS – gelesen, dass das ein Anzeichen für eine chronische Borreliose sein kann. Wie sind Ihre Erfahrungen diesbezüglich? Könnte das der Auslöser für meine Beschwerden sein, bzw. halten Sie es für sinnvoll dem nachzugehen?

    Viele Grüße

    #67078
    jb
    jb
    Teilnehmer

    Hallo Herr Golenhofen,

    ich habe noch eine Frage bezüglich der Borrelien.

    Ich habe mich die letzten Tage ein wenig schlau gemacht, was das Thema betrifft, und zum ersten Mal von dem Zusammenhang Borrelien/Kollagenmangel erfahren. Nun ist es so, dass ich seit über zehn Jahren eine regelrechte “Papierhaut” im Gesicht habe, die sich weder durch Cremes noch durch gesunde Ernährung/Nahrungsergänzung behandeln lässt. Außerdem kam bei dem Bioresonanztest vor zwei Jahren u.a. folgendes Ergebnis raus:

    Gefäßelastizität TVR – Normalbereich: 1,672-1,978 Tatsächlicher Wert: 1,204
    Elastizität der Kranzgefäße – Normalbereich: 1,553-2,187 Tatsächlicher Wert: 1,101
    Heilungszustand der kurzen Knochen sowie Knorpel – Normalbereich: 0,202-0,991 Tatsächlicher Wert: 0,062
    Kollagen-Index – Normalbereich: 4,471-6,079 tatsächlicher Wert: 1,952
    Kollagen Augen: Normalbereich: 6,352-8,325 Tatsächlicher Wert: 3,402
    Kollagen Durchfluss-System – Normalbereich: 3,586-4,337 Tatsächlicher Wert: 2,619
    Kollagen Muskelgewebe – Normalbereich: 6,552-8,268 Tatsächlicher Wert: 3,977

    Die Therapeutin meinte damals, die Werte wären normal für einen Vegetarier/Vaganer. Aber nachdem, was ich jetzt über die Borrelien gelesen habe, bin ich verunsichert. Was halten Sie davon? Und falls Sie einen Borreliose-Test für sinnvoll halten, welcher ist zuverlässig?

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Surfbird

    #67275
    Dominik Golenhofen
    dg
    Verwalter

    Guten Tag,

    Borrelien haben viele Gesichter, weshalb man aus Symptomen nur schlecht auf Borrelien schießen kann. Chronisch geschwollene Lymphknoten sind immer ein Zeichen für eine chronische Infektion. Wenn Sie nur in einem Bereich z.B. Hals auftreten, dann ist das eher ein Herd (Zähne MAndeln …) und keine generelle Borreliose.

    Mit einem LTT Test können Sie Borrelien gut testen lassen. Sehr zuverlässig, im Vergleich zu anderen Bluttests.

    Gruß
    Dominik Golenhofen

    #67280
    jb
    jb
    Teilnehmer

    Hallo Herr Golenhofen,

    vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde mir das mit dem Borreliose-Test durch den Kopf gehen lassen.

    Bezüglich der MCS: Ich nehme jetzt seit gut einer Woche Pianto und vertrage es super. Allerdings habe ich bei einer Dosierung von 3 x 1 TL am Tag immer noch keinen weichen Stuhl. Bedeutet das, dass ich die Dosis noch weiter erhöhen muss oder soll ich lieber erst mal eine Weile so weitermachen?

    Viele Grüße

    #67300

    Hallo Surfbird,

    super, dass Sie schon 3 TL Pianto pro Tag nehmen können. Bei MCS eine super Leistung. Nehmen Sie immer soviel, dass der Stuhl breiig ist. Nehmen Sie also mehr. Bis zu 6 TL täglich und das dann für 6 Wochen. Dann haben Sie eine super Basis.

    3 Tl täglich ist bei ihrer Geschichte echt schon super. Viele mit ihrer Geschichte können gerade mal 3 Tropfen zu Beginn nehmen.

    Gruß
    G. Schmitz

    #67315
    jb
    jb
    Teilnehmer

    Hallo Frau Schmitz,

    vielen Dank für Ihre ermutigende Antwort! Es tut so gut, zur Abwechslung mal etwas Positives zu hören 🙂

    Ehrlich gesagt, bin ich selbst erstaunt darüber, wie gut ich das Pianto vertrage. Ich habe sogar einen regelrechten Heiß”hunger” darauf, trotz des doch etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmacks 🙂 Endlich mal ein kleines Erfolgserlebnis…

    Viele Grüße
    Surfbird

    #67993
    Dominik Golenhofen
    dg
    Verwalter

    Achten Sie auch immer auf Ihr Gefühl. Wenn 6 TL Ihnen ein ungutes Gefühl machen, dann weniger nehmen. Wenn 6 TL gehen, um so besser. Wenn der Stuhl weich ist, geht alles schnell raus und vorhandene Verdauungsgifte werden weniger resorbiert.

    Dominik Golenhofen

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