Dieses Thema enthält 4 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Dominik Golenhofen dg vor 1 Monat, 2 Wochen.

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  • #66954
    daphil23
    daphil23
    Teilnehmer

    Guten Tag,

    mich würde interessieren, welche Erfahrungen Sie aus der Agenki-Redaktion, Herr Golenhofen oder auch andere Forumsteilnehmer mit Herzrhythmusstörungen haben. Da diese ja sehr vielfältig sind ist eine pauschale Antwort sicher schwer. In meinem Fall aber speziell mit einem AV-Block IIa (Typ Wenckebach oder Mobitz 1), der ja (schulmedizinisch) keinen Krankheitswert hat und keine Konsequenz hat. Dennoch interessiert mich die Frage, was es an alternativen Überlegungen/Vorschlägen gibt?! Bis auf Mineralieneinnahme findet sich im Internet/Literatur nicht besonders viel…
    Hochdosierte Mineralien (Basenpulver, Pianto..) waren nicht besonders effektiv und sind bei Herzrhythmusstörungen i.d. Regel sicher oft wirksam…

    Viel Grüße Daphil

    #66963
    sharkara
    sharkara
    Teilnehmer

    Hallo Daphil,
    Herzrhythmusstörungen, die (schulmedizinisch) keinen Krankheitswert haben, sehe ich in deinem Fall als Entgiftungsproblem an. Dieses Symptom (unter anderen) macht mir selbst sehr oft zu schaffen und ist für mich immer Signal, dass der Körper an seine Grenzen kommt. Hochdosierte Mineralien (Basenpulver, Pianto) können dann leider Teil des Problems sein, da sie ins Entgiftungssystem des Körpers einzugreifen, in der Lage sind. Man muss also immer wissen, was, warum und wie viel man tut und das ist leider immer eine sehr große Gratwanderung.
    Vor jeder gezielten Entgiftung (Mineralstoffeinnahme, mineralstoffreichen Ernährung) sollte deshalb ein Überblick über die eigene Entgiftungsfähigkeit stehen. Einen ph-Wert-Test hatte dir Frau Schmitz vor paar Jahren bereits empfohlen, als du von Problemen nach MMS Einnahme berichtet hattest. Ich hoffe, dass sich diese Probleme inszwischen gelegt haben. Das würde ich als erstes machen. Frau Schmitz oder Herr Golenhofen helfen sicher bei der Bewertung, falls Unsicherheit besteht.
    Wenn man weiß, dass es Entgiftungssymptome sind, kann man in gewissem Maße vielleicht auch damit leben, so halte ich es jedenfalls. Eine Laboruntersuchung brachten bei mir zudem hohe HPU-Werte bei gleichzeitig geringer Ausscheidungskapazität zu Tage. So ein Labortest wäre also eine weitere Möglichkeit.
    LG

    #66967
    Dominik Golenhofen
    dg
    Verwalter

    Guten Tag,
    leider kann ich Ihnen hier keine “Super”-Antwort geben, denn in meiner Praxis sind Herzrhythmusstörungen nicht der Schwerpunkt. Aber ich erlebe es recht häufig, das bei Patienten, die wegen anderer Probleme kommen, bestehende Herzrhythmusstörungen verschwinden, wenn wir eine ganzheitliche Therapie machen.
    Magnesium hat für mich einen besonderen Stellenwert im Bezug zum Herz. Hier kann es sein, dass Sie noch nicht ausreichend lange Magnesium zugeführt haben.
    Noch wichtiger für die Herzrhythmusstörungen ist aber das JOD. Haben Sie schon untersucht, ob ein Jodmangel vorliegt? Einfach 2 Tropfen 5%iger Lugol Lösung aus der Apotheke auf die Innenseite des Unterarms geben, zu einem 2 Eurostück großen Fleck verteilen und eintrocknen lassen. Dann diesen Fleck über 24 Stunden beobachten. Verschwindet das Jod also die orangene Farbe in weniger als 24 Stunden, dann haben Sie einen Mangel und sollten jeden Tag Lugol auf die Haut geben. immer auf unterschiedliche Stellen, bis die 24 Stunden erreicht sind. Kann Monate dauern. Wenn der Fleck in weniger al 8 Stunden weg ist, dann kann man von einem sehr starken Mangel ausgehen. ACHTUNG: Bei Schilddrüsenüberfunktion diesen Test nicht machen, da hier Jod verboten ist.

    Ansonsten kann auch eine Vergiftung eine Rolle Spielen, weil Gifte selektiv Mineralien rauben, z.B. raubt Quecksilber Jod und dann kann eine Quecksilberbelastung indirekt Herzrhythmusstörungen auslösen.

    Gruß
    Dominik Golenhofen

    #67020
    daphil23
    daphil23
    Teilnehmer

    Danke für die vielen Hinweise!
    @sharkara: pH-Wert-Messungen hatte ich vor längerer Zeit gemacht. Einen Zusammenhang mit Entgiftung sehe ich bisher nicht so, aber werde darauf nochmal etwas genauer achten. Das mit dem MMS hat sich wieder normalisiert. Da haben sicherlich einige Faktoren eine Rolle gespielt. Bei Interesse gerne auch PN an mich.

    @dg: Mg nehme ich eigtl. schon länger regelmäßig, meist ein Messbecher Basenpulver o.ä. Sehe damit bisher keinen Zusammenhang, da ich bei guter Darmflora und vollwertiger Ernährung sonst keine Mineral-Probleme habe. Das mit dm Jod ist ein guter Tipp und teste ich bald. Wie können Sie den Zusammenhang mit dem Jod erklären?

    Danke und viele Grüße Daphil

    #67027
    Dominik Golenhofen
    dg
    Verwalter

    Guten Tag,

    ich kann das nicht erklären. Ich habe es schön öfters bemerkt und auch andere Kollegen berichten ähnliches. Jod ist ja nicht nur für die Schilddrüse wichtig. Jod ist ein ganz zentrales Spurenelement und in Europa haben die meisten Menschen einen Mangel. Ich bin gespannt ob es hilft.

    Noch mal zum Magnesium. Viele Menschen haben einen Mangel, obwohl Sie es sogar einnehmen, weil der Bedarf einfach extrem hoch ist. Das die Ernährung alleine ausreicht, halte ich in der modernen Lebensweise für ausgeschlossen. Aber natürlich kann man mit kleineren Mängeln auch überleben, aber dann kommen eben oft Symptome. Das Problem liegt für mich in der völlig unzureichenden Diagnostik, weshalb der Magnesiummangel leider viel zu wenig Beachtung findet. Ich habe Menschen vor mir sitzen, wo in den Körperzellen nur noch 30% des Magnesiums vorhanden ist und die sind noch nicht am sterben. Der Körper kann so viel kompensieren, bis dann auf einmal ganz plötzlich die Erkrankung auftritt.

    Dominik Golenhofen

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