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markusk
Teilnehmer

Hi Vitaminix,

die Wirkung von Zink war bei mir meist sehr unterschiedlich. Doch am Ende hat sich eine gute Dosis von 60-90 mg / Tag als gut erwiesen.

Als ich meinen Zinkmangel aufgedeckt hatte, hatte ich Zink hochdosiert genommen, damals 3 Wochen lang, täglich ca. 240 mg. Wie ich das überstanden habe, weiß ich nicht. 😯 Aber der damalige Mangel war so enorm, dass mir das relativ zur damaligen Situation sehr gut tat. Wenn ich heute mehr als 3x 30 mg nehme, dann spüre ich es im Kopf, ich kann nicht mehr gut denken, bin ganz neben den Schuhen, …

Was mir diese Tage aufgefallen ist: Ich hatte mit DMSA anfangs sehr gute Tage, doch mit der Zeit wurde DMSA oft sehr ‘anstrengend’, und hat mich total platt gemacht – ich wollte es schon gar nicht mehr nehmen. Es hat sich sogar die letzten 2 Wochen mein Zustand enorm verschlechtert – ich verstand die Welt nicht mehr wie das sein kann, dass ich wieder so weit in den Keller falle.

Bekannt ist: DMSA bindet Zink, Selen UND KUPFER.

Soweit mir bekannt ist, vertritt DG die Ansicht, dass Kupfermängel kaum vorkommen. HP Müller-Burzler sieht das ganz anders, und gibt Kupfer sogar in seine *angepriesene* 7er-Nährstoffkombination. Dietrich Klinghardt weist auch auf Kupfermangel hin, vor allem bei langer Zinksubstitution in höheren Mengen (doch wo ist diese ‘kritische’ Grenze?).

In unserem Blut ist mengenmäßig Zink, Kupfer uns Selen am meisten vertreten = Immunmetalle. Allgemein kann man so schlussfolgern:

Mangel = Differenz zwischen Nährstoff-Aufnahme und Nährstoff-Verbrauch/Ausscheidung

Alle Angaben zum Nährstoffverbrauch kann man, meiner Ansicht nach, verwerfen, vor allem wenn es um chronische Infektionen mit Schwermetallen geht. Wer weiß, wie hoch der tatsächliche Verbrauch von Zink, Kupfer, Selen ist?

Im Blut passiert sowieso kaum was, da versucht der Körper mit aller Kraft die Level konstant zu halten. Bei Zink etwa ist es so, dass die Werte in den roten und weißen Blutkörperchen noch ganz normal sind, während Knochen und Zentralnervensytem bereits total leer sind, also völlig leer. Klinghardt hat dies durch Knochenbiopsien zusammen mit Lechner/München nachweisen können.

Klinghardt postuliert jedenfalls, dass Kupfer essentiell für viele Enzyme ist, die vor allem für die Funktion des Immunsystems im Kampf gegen bspw. Borrelien (und andere Erreger?) unabdingbar sind! Weiters sagt Klinghardt, wenn bspw. bei der Haarmineralanalyse hohe Kupferwerte anzeigen, ist das das verbrauche ‘oxidierte’ Kupfer, welche das Immunsystem als ‘Munition’ gegen Erreger abfeuert. Ebenso zeigen sich hohe Kupferwerte im Urin. DOCH: Im inneren verarmt der Körper an Kupfer. (Dies stammt aus dem Kontext Lyme-Borreliose, Co-Infektionen, HPU.)

In meine Fall ist eines sicher: Zink und Selen … sind immer knapp dran. Das merke ich immer wieder, wenn ich was weglasse und dann wieder nehme. Kupfer werde ich weiters beobachten, bis jetzt war es super, vermutlich ist es dort auch gleich.

Was ich lange nicht wusste, DMSA entwickelte so negative Wirkungen mit der Zeit, und ich dachte das sind die Schwermetalle, die mobilisiert werden. Aber DMSA bindet auch Zink, Kupfer, Selen! Was verursacht nun das Unwohlsein, das Antasten der Schwermetalle, oder der Zink-Kupfer-Selen-Raub?

Zink und Selen hatte ich immer substituiert, doch auf Kupfer dachte ich lange nicht. Nun nehme ich Kupfer, und es wirkt sensationell. Entweder habe ich mir durch die monatelangen Zinkgaben einen Kupfermangel entwickelt (Zink = Gegenspieler von Kupfer) oder durch das viele viele DMSA.

Ist ein Nährstoff bereits ganz knapp, und nehme ich dann noch DMSA, dann ist es mehr als logisch, dass man extreme Probleme bekommt, da das DMSA die letzten eisernen Reserven noch bindet. In so einem Szenario ist das mit Sicherheit das größere Problem, als das ‘Antasten’ der Schwermetalle, weil das Immunsystem und viele andere Körperfunktionen völlig einbrechen, vor allem Leber und Niere.

Wie das logisch zusammenpasst weiß ich nicht, denn mein Mobilisationstest zeigte überhöhte Kupferwerte. Doch welches Kupfer das ist (verbrauchtes/oxidiertes, oder ‘freies’), kann mir hoffentlich DG erklären.


@Vitaminix
:

Meine Erfahrung war immer so, ab der Dosis, ab der es zu ‘Wirkungen’ kommt, bei dir ab 12,5mg Zink, ab dieser Dosis passiert jedenfalls irgendwas im Körper. Ab da wird es spannend, auch wenn es oft zuerst abschreckt, oder man Angst davor hat.

Ich behaupte, bis zu 60 mg Zink pro Tag gibt es nichts Sonderbares zu beachten, oder zu befürchten. Darüber kann die Verschiebung des Kupfer ein Problem sein, oder einfach das zu viele Zink an sich. Aber das spürt man dann auch, und man steuert gegen, gefährlich finde ich das nicht. Da finde ich die Unterlassung die richtige Dosis zu finden, als gefährlicher.

Neben der Notwendigkeit fürs Immunsystem, für die Leber, für die Nieren, …, kickt Zink auch Quecksilber aus chemischen Verbindungen. Das kann mit Sicherheit auch heftige Wirkungen haben, vor allem anfangs.

Welche Form von Zink nimmst du? Das kann sicher auch Unterschiede machen. Ich nehme das Zink als Soja-Chelat von Nature’s Plus. Eine andere Form hatte ich auch mal, aber davon bekam ich immer Stechen im Kopf.

Ich nahm für viele Wochen nur mehr 2x 15 mg pro Tag, weil ich von höheren Dosen plötzlich immer was im Kopf spürte, ziehen, ‘beißen’, … das war mir dann zu riskant. Hab mich dann aber später wieder mal überwunden höher zu gehen, und es hat sich gelohnt, zwar merkte ich zuerst wieder dieses Unwohlsein, doch 60-90 mg/Tag waren dann kein Problem mehr und 2x 15 mg waren definitiv zu wenig.

Mit der HPU ist aber der Umgang mit Zink ein völlig anderer, als ohne HPU, und da auch nach Schweregrad. Klinghardt nennt Zahlen, und zwar spricht er von einem Zinkverlust zwischen 100 und 300 mg PRO TAG bei HPU (!)

Wie ist das bei dir, weißt du das, hast du HPU?

Zur Niere:
Verstehe schon was du denkst, geht mir genauso. Was ich aber merke, ist, dass ich permanent mobilisiere, nach jeder Hauptmahlzeit, mittlerweile ist es nur mehr egal was ich esse, der Stoffwechsel bringt da auch von alleine genug hervor, ohne sonderbare Mittel. Und wenn ich diese mobilisierten Schwermetalle dann mittels DMSA (also isoliert) über die Nieren rausschleuse, geht es mir viel besser, als die Schwermetalle ‘ungeschützt’ durch die Niere rauszubringen.

LG Markus