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Hilfe, meine Verdauung ist träge – Verstopfung und Durchfall

Verstopfung oder Durchfall? Kurzinformationen zur Gärung und Fäulnis und worauf Sie bei der Auswahl ihrer Probiotika achten sollten.
Ist es für Sie normal, dass Sie nur alle 2 bis 3 Tage Stuhlgang haben? Normal vielleicht, aber nicht gesund!
Beim gesunden Mensch sollte die Nahrung vom Verzehr bis zur Ausscheidung 16 – 24 h im Körper verbleiben. Wer also nur jeden 2. Tag auf Toilette geht, bei dem bleibt die Nahrung 48 h im Darm, wo Sie fault oder gärt und so zu einer Selbstvergiftung des Körpers führt.
Eine Verstopfung ist also nicht nur ein “mechanisches” Problem, sondern gefährdet Ihre Gesundheit.
Bei einer Gärung riechen Blähungen und Stuhlgang relativ gering. Diese Gärung entsteht wie in einer Brauerei durch Kohlenhydrate (Zucker) und Hefepilze (Candida).
Eine Fäulnis stinkt sehr stark, teils wie verfaulte Eier. Hierbei werden die Eiweiße nicht verdaut, sondern faulen vor sich hin – deshalb der starke Geruch.
Mein Rat an Sie: Bei einer Gärung, sollte man jeglichen Zucker weglassen und die Kohlenhydrate (Brot, Nudel, Pizza) stark einschränken. Bei einer Fäulnis sollte man die Milchprodukte und Schweinefleisch ganz weglassen und Eier, Fisch und Fleisch deutlich reduzieren (nur 1 – 2 x pro Woche).
Um die Verdauung der Lebensmittel zu verbessern, kann man Enzyme einnehmen. Bei der Gärung benötigt man Enzyme für die Kohlenhydrate, bei der Fäulnis für die Eiweiße z.B. Tabletten der grünen Papaya.

Die erste Maßnahme bei einer Verstopfung sollte aber immer das Trinken sein. Trinken Sie mindestens 1 Liter pro 25 kg Körpergewicht.
Außerdem ist es sinnvoll die Darmflora mit Probiotika zu verbessern, wobei es bei einer Verstopfung ganz entscheidend auf die Art der Probiotika ankommt. Man benötigt hier aerobe und anaerobe Stämme, am besten in flüssiger Form (Milchsäuregärgetränke mit aktiven Stämmen, z.B. Probiotische Mikroorganismen). Diese Stämme helfen dann bei der Entgiftung der Darmwände und führen so zur Anregung der Darmmotorik. Zu Beginn kann man diese recht hochdosieren z.B. 1 x 100ml abends vor dem Schlafen.
Ein Nachtrag zur Milch: In meiner Praxis stelle ich immer wieder fest, dass gerade die Milchprodukte sehr oft zur Verstopfung führen. In der Werbung werden probiotische Joghurts angepriesen, doch leider beobachten wir immer wieder genau das Gegenteil. Lassen Menschen konsequent alle Milchprodukte weg, dann verschwindet oft auch die jahrelange Verstopfung.
Bei wem die Ursache der Verstopfung nicht die Gärung oder Fäulnis ist, der sollte sich genauer mit dem Mineralhaushalt beschäftigen. Sind zu wenige Mineralien in der Nahrung, dann verliert der Stuhlgang seine natürliche Feuchtigkeit und wird hart. In meiner Praxis empfehlen wir bei solchen Problemen die Zufuhr der fehlenden Mineralien in Form von flüssigem Gemüsekonzentrat z. B. Pianto. Das Konzentrat hat den Vorteil gegenüber frischen Säften, dass kein Zucker enthalten ist. Man nimmt davon 3 x täglich
1 – 2 TL mit Wasser, so viel, dass der Stuhlgang breiig/weich wird.
Die erste Maßnahme bei einer Verstopfung sollte aber immer das Trinken sein. Trinken Sie mindestens 1 Liter pro 25 kg Körpergewicht. Denn wer nicht ausreichend trinkt, der hat auch zu wenig Feuchtigkeit im Stuhlgang und es kommt zu den gleichen Problemen wie bei einem Mineralstoffmangel!
Durchfall
Bei Durchfall hat sich die Einnahme der Masse an Darmbakterien bewährt, die man in verkapselter Form erhält. In meiner Praxis hat sich bei Durchfall folgendes Einnahmeschema bewährt.
Sie benötigen eine Verdauungshilfe bei Durchfall und hatten:
– Vorher keine Verdauungsprobleme: Nehmen Sie nach dem Abendessen 1 Kapsel mit 22. MRD kbE (kolonie bildende Einheiten).
Nützliche Kriterien bei der Auswahl von Probiotika:
– Die Anzahl der kbE. Wir empfehlen pro Tag 20 bis 60 Mrd. kBE, je nach Zustand des Darmes.
– Zusätze wie viel Zucker. Unnötigen Zucker als Füllstoff können Sie vermeiden.
– Auswahl der Kulturen. Viele Produkte enthalten die günstigen Lactobakterien und keine oder wenig der, im Verhältnis in der Herstellung zu Lactobakterien, doch teuren Bifidobakterien. Je älter Sie sind, desto mehr benötigt der Darm Bifidobakterien. Für Erwachsene empfehlen sich Produkte, wo die Bifidobakterien in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Ihr Produkt sollte mehr Bifidobakterien wie Lactobakterien enthalten.
Anmerkung: Beim Säure-Basen-Haushalt hat sich der Irrglaube verbreitet, Basenpulver ist das einzig richtige, jederzeit und für alle. Dabei wird nicht unterschieden nach den Ursachen. So hat sich die Meinung verbreitet mit Basenpulver allgemeine Gesundheit zu erlangen.
Ähnliches erkennen wir bei der Einnahme von Darmbakterien, umgangssprachlich Probiotika genannt. Auch hier wird nicht nach den Ursachen unterschieden. Die Masse an Darmbakterien, meist in verkapselter Form erhältlich soll Darmgesundheit bringen. Bei allen und jedem. Das ist leider ein Irrglaube. Ich hoffe, wir konnten Ihnen näher bringen, wann die flüssigen Milchsäurebakterien und wann die Einnahme der Masse an verkapselten Darmbakterien Sinn machen.
Zudem schauen viele nicht auf die Qualität, sondern orientieren sich nach dem Preis pro Stück/pro Einheit. Die Herstellung der Lactobakterien ist relativ günstig im Vergleich zu den Bifidobakterien. So enthalten leider viele angebotene Produkte überwiegend die Lactobakterien, die für eine kindliche Darmflora recht nützlich sein können. Für Erwachsene empfiehlt es sich jedoch mehr Bifidobakterien zuzuführen. Je älter Sie sind, desto mehr benötigen Sie Bifidobakterien.
Viel Erfolg!
Schicken Sie uns doch Ihre Rückmeldung mit den Erfolgen, denn diese Berichte helfen uns in der Praxis weiter. – Danke.
Dipl.Ing. Dipl.hol.ener.med. Dominik Golenhofen

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