Hallo runker, Hallo swoop,
super. Den Durchfall zu verstehen ist sicher die Basis für eine Maßnahme.
Danke, dass Sie sich hier beteiligen. Ich dachte schon, dass der Rollstuhl manche verunsichert und Sie hier lieber nichts schreiben wollen, aus Mangel an Erfahrung. Aber mit dem Darm haben sicher viele Erfahrung. Sicher bringt das auch in Bezug auf den Darm ein paar Besonderheiten mit – aber wer hat die nicht. Bitte scheut Euch nicht und gebt swoop Eure Erfahrungen weiter. Sollte was Spezielles zu beachten sein, wird das Herr Golenhofen wie immer sein Augenmerk drauf haben.
Ich bin sicher, dass es einige gibt, die swoop mit Tipps zur Seite stehen können.
Der Durchfall kann viele Ursachen haben. Hier sollten wir nicht mit dem Gewehr auf Spatzen schießen. Zum einen werden mit dem Wasser unverdaute Nahrungsmittelbestandteile aus dem Darm befördert- eigentlich eine tolle Maßnahme – so können diese im Darm nicht gären und faulen, da sie durch das Wasser schnell ausgeschieden werden. Zum anderen können auch andere, den Darm belastende Stoffe mit Hilfe von Wasser schnell aus dem Körper ausgeschieden werden, wie z. B. Medikamente.
Leider entzieht diese Maßnahme dem Körper die so wichtigen Mineralstoffe. Da eine Übersäuerung ein Mangel an Mineralstoffe (Basen) darstellt, empfiehlt es sich den Säure-Basen-Haushalt mit der pH-Messung azuschauen. Übrigens kann eine Übersäuerung des Darmes auch zum Durchfall führen. In einem übersäuerten Darm fühlen sich auch weniger Darmbakerien wohl. Ein Teufelskreis, den man unterbrechen kann.
Oft haben wir im Bereich der Laktose einen Mangel an entsprechenden Enzymen, die den Milchzucker abbauen. Dieser wird dann – auch wieder nach dem Ausscheidungsprinzip- mit viel Wasser ausgeschieden. Hier lohnt sich sicher der Versuch Milch und alle verarbeitenden Milchprodukte zu 100 % (auch daraus verarbeitete Produkte wie Käse) für ein paar Wochen wegzulassen.
Bewährt hat sich auch, die Priorität auf die abendliche Mahlzeit zu legen – gekochtes Gemüse (nicht roh!) und ausreichend gute Öle. Keine Kohlenhydrate. Die Enzyme ( Rechtlich zensiert …) verbessern den Abbau der Nahrung. Der Versuch lohnt sich, da es häufig bei Durchfall zu finden ist.
Durch zu wenig Gallensaft werden nicht ausreichend Fette verdaut und somit auch wieder mit viel Wasser ausgeschieden. Hier kann man später die Gallesaftproduktion mit Bitterstoffen anregen. Zuerst sollte aber der Darm besser sein. Der Gallensaft befördert auch Stoffe aus der Leber, die dann den Darm überlasten können – deshalb zuerst den Darm leistungsfähiger machen.
Eine ausreichende Besiedelung des Darmes ist Voraussetzung für eine gute Darmtätigkeit. Hier also ausreichend Darmbakerien zuführen.
Wenn diese Maßnahmen eine Verbesserung bringen, wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind oder ob wir noch was anderes tun können.
Der Weg, mit dem Naheliegendsten anzufangen und anderes auszuschließen hat sich bewährt – anstatt mit dem Gewehr auf Spatzen zu schießen. Davon hat swoop sicher schon genug – mit den Medikamenten, die auf Dauer die Probleme nicht lösen.
Den Durchfall mit Medikamenten zu bekämpfen macht langfristig keinen Erfolg – nur die Beseitigung der Ursachen kann dauerhaft Erfolge erzielen.
Vielleicht schreiben hier ein paar EX-Durchfallgeplagte Ihre Érfahrungen – das wünsche ich swoop. Es ist immer schön, wenn man sieht, dass es fuktioniert. Vergesst den Rollstuhl, darum kümmert sich Herr Golenhofen.
Also: Lebensmittel, die Probleme machen können meiden und mit Enzymen und Darmbakterien den Abbau der Nahrungsmittelbestanteile unterstützen – und den pH-des Urins messen.
Viel Erfolg! Bis dann.