Ansicht von 2 Beiträgen - 1 bis 2 (von insgesamt 2)
  • Autor
    Beiträge
  • #25578
    angi
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Golenhofen

    Irgendwie klappte es am 01.01.11 nicht mit meiner geschickten Nachricht, sodass ich es nun nochmals versuche. Es geht vorallem um meine Darmprobleme / Blähbauch (sicher: Fructoseintoleranz – und: Candida?) und meine Erschöpfung / Müdigkeit.

    Erstmals meine Krankheitsgeschichte (abgekürzt):
    Leide seit der 6. Lebenswoche an Verstopfung. Wurde nicht gestillt. Seit Kindesalter an immer wieder zu Abführmittel / Einläufe. War als Kind oft krank. Öfters Antibiotika-Einnahme. Epilepsie bis 12 Jahre. Hirnhautentzündung.
    Hatte ständig entzündete Mandeln. Mandel-OP.
    In meiner Jugend litt ich unter unglaublicher Erschöpfung (hätte nur noch schlafen können). Ernährte mich mit viel Weissmehl und Zucker.

    Meine Verstopfung habe ich nun mit Vollkornkost und Flohsamen in den Griff bekommen. Ausser wenn ich weissen Zucker oder Weissmehl / Stärke esse, habe ich einige Tage lang wieder Verstopfung. Bei Honig, Vollrohrzucker oder Traubenzucker ists aber O.K.! An was liegt das ?

    Hatte in den etwa letzten zehn Jahren oft Blasenentzündung dann oft Nasen-Nebenhöhlenentzündungen (Antibiotika). Ausserdem begann es seit ca. einem Jahr, dass ich nun schon zweimal hartnäckige Zahnfleischentzündungen hatte (nahm Chlorhexidin).

    Mein störendes Problem seit ca. 6 Jahren ist mein geblähter Bauch (Fructoseintoleranz – und Candida albicans ?!).

    Hatte die während den letzten 2 – 3 Jahren fast ständig Vaginalpilz (Juckreiz und Brennen).

    Betreffend meiner Müdigkeit: fühle mich nie richtig ausgeschlafen. Wenn ich mich körperlich mal richtig betätige (z.B. „grosser Putztag“ oder ausgedehnter Spaziergang evt. mit Kinderwagen und Einkaufstüten…) bin ich bis zwei Tage danach fix und fertig.

    Beim Klinical ecological allergy center (KEAC / http://www.keac.de) in Holland wurden bei mir mit Tests (Urin und Blut) noch folgende „Krankheiten“ festgestellt bzw. Nahrungsergänzungsmittel verabreicht:

    20.10.09 Stoffwechselstörung HPU, also Hämopyrrolactamurie
    Total ausgeschiedenes HPL 1,26 (leicht positiv)

    Dadurch starker Zink-, Mangan-, und Pyridoxal-5-Phosphat*-Mangel.
    Einnahme von „Depyrrol“-Kapseln (Zink, Mangan, aktives B6) während eines Jahres
    Davor noch Einnahme von „Cytocyme AD“ zur Stärkung der Nebennieren (niedriger Blutdruck, Müdigkeit, häufiges Wasserlassen).

    Bisher hat mir die Behandlung nichts ersichtliches gebracht bzw. nicht ausgereicht (sind alles einzelne Puzzleteile, keine ganzheitliche Therapie… vorallem wegen Candida…).

    20.04.10 Fructoseintoleranz (und Glukose…!?)
    Fructosamin Serum 286 (Norm 240-260 umol/l)
    (Übergangsgebiet zu Diabetes)

    18.05.10 Hausarzt Bluttest
    HbA1c-Test 5,8 (Norm bis 6)
    (Langzeitzucker)
    Zucker 93

    09.07.10 leichte Glutenüberempfindlichkeit
    IgA-Totalgluten 0,626 (Referenz <0,500)

    14.09.10 Beginn Entgiftungskur mit Tropfen TioVit
    (L-Cystein, Q10, Vit. C, Vit. E, Folsäure…).
    Ich spürte sofort ein Gefühl der Erkältung in Nebenhöhlen und bekam auch etwas Halsweh! – Nahm dann auf Rat vom KEAC minimalste Dosis ein, sodass ich kaum eine Nebenwirkung spürte. (insgesamt 4 Monate lang).

    24.09.10 Candida-IgG 9,0 (Referenz <10 kU/l)
    Der Arzt vom KEAC meinte, es scheint schon was mit Candida im Gange zu sein, so nah am Referenzwert…
    Ich nahm daraufhin eine Packung Caprylsäure, woraufhin sich mein geblähter Bauch deutlich besserte ! (solange ich es nahm und auch auf Fructose achtete).

    24.09.10 Milch-IgG 0,627 (Klasse 3!?)
    Ich würde Milch nicht optimal vertragen.
    Ich selbst hab herausgefunden, dass ich das homogenisierte Milchfett nicht vertrage! Das Milcheiweiss eigentlich schon. Wahrscheinlich „Leaky Gut“ (durchlässiger Darm)

    Nun meine Fragen:
    Ich denke vorallem an eine Anti-Candida-Diät und –Kur.

    Doch was ist, wenn zugleich eine Schwermetallbelastung vorliegt?
    Ich las in dem Buch „Neue Energie ohne Candida“ von Sigi Nesterenko, dass es bei einer vorliegenden Schwermetallbelastung wichtig sei, zuerst zu Entgiften, sodass sich das Darmflora-Problem selbst oder zumindest leichter wieder einränken würde (Dr. Thomas Rau aus Appenzell).
    Die Autorin beschreibt ausserdem, dass eben auch zwischen einer Candida-belastung (und auch gescheiterten Anti-Candida-Kuren) und einer starken Schwermetallbelastung ein grosser Zusammenhang bestehen kann. Zitat: „Durch Schwermetalle entsteht ein energiearmes Milieu, indem sie zelluläre Atmungsvorgänge blockieren. Und dieses Milieu ist die Ursache für immer wieder gescheiterte Candidatherapien.“ (S. 69)
    Ist also zuvor eine restlose Entgiftung der Schwermetalle notwendig?

    Doch wie kann ich (ohne DMPS oder DMSA) feststellen, ob noch eine Schwermetall-belastung vorliegt. Die ersichtliche Reaktion auf die TioVit-Tropfen (Entgiftung) sprach ja schon dafür. Ich hörte, dass man einen Urin-Test machen könne, und wenn dieser sauer sei, noch eine Belastung vorliege !?

    Bedeutet ausserdem eine Übersäuerung = Giftstoffe im Körper ?
    Soll ich pH-Werte messen ? Oder sind dies „zwei paar Stiefel“?
    Aber die Übersäuerung ist doch auf jeden Fall ein guter Nährboden für den Candida, oder?
    Doch ich habe in Ihren Ratgeberseiten gelesen, dass man beim Darm beginnen soll – da wo sich das Hauptproblem zeigt. Da ich noch 2 kleine Kinder habe, wäre es mir auch zuviel, zuviel parallel zu machen. Das mit dem pH-Wert messen wäre für mich besser nach der Darmsanierung. Ist das O.K. oder überhaupt notwendig?

    Und: Soll ich mit Darmreinigung beginnen ? Oder mit Antit-Candida-Diät und –Kur und dann die Darmreinigung mit kollodialen Mineralien machen?

    Pilzabtötende Mittel:
    Habe in dem GU-Buch „Candida – Natürliche Hilfe bei Darmpilzen“ von Dr. Med. Kraske folgendes gelesen:
    „Hefepilze müssen unbedingt restlos abgetötet werden. Dies ist nur mit speziell wirksamen Medikamenten möglich. Eine Anti-Pilz-Diät allein, mit der die Erreger ausgehungert werden, reicht nicht aus. Auf Suche nach Nahrung können sich die Keime im ganzen Körper verteilen. Die Folge wäre eine Organmykose, die wesentlich schwerer zu behandeln ist als eine lokale Erkrankung.“
    Stimmt das ? Wenn Nein, wieso nicht?

    Ist eine mikrobielle Stuhluntersuchung ausserdem notwendig – bzw. ist es für Sie hilfreich, diese zu beobachten für den Verlauf der Anti-Candida-Therapie ?
    Oder reicht es, immer wieder mal erneut eine Antigen- / Antikörperbestimmung übers Blut machen zu lassen (wie ich dies ja schon einmal machen liess)?

    Könnte es sein, dass nach der Candida-Kur das mit meiner Fructose-Intoleranz wieder besser wird oder bleibt diese wahrscheinlich? Muss ich dann immer auf Fructose achten um den Darm nicht wieder zu schädigen und dem Candida wieder Türen zu öffnen?

    Ist es bei der Anti-Candida-Kur auch notwendig, den Pilz im Umfeld einzudämmen (Wäsche bei mindestens 60° waschen und evt. Essigessenz zum Nachspülen beigeben, Socken u. Unterwäsche u. Zahnbürsten oft wechseln etc.)?

    Ist es notwendig, den Ehepartner mitzubehandeln?

    Muss ich parallel die Scheidenflora (Vagiflor) aufbauen (habe öfters Vaginalpilz – vorallem beim Tragen von Synthetik-Unterwäsche. Bin nun ausschliesslich auf Baumwolle umgestiegen, wobei sich die Scheidenflora dann wieder normalisiert und der Juckreiz verschwindet.

    Habe wegen der Darm-Durchlässigkeit (oder auch Glutenüber-empfindlichkeit!?) das Mittel „Permeability Factors“ und zudem noch Verdauungsenzyme bekommen (vom KEAC). Zu welchem Zeitpunkt der ganzen Behandlung soll ich diese Mittel unterstützend einsetzen?

    Ist es von Vorteil, aufgrund des Mineralstoffmangels durch den Candida den Körper im Vorfeld schon mal zu remineralisieren oder ist dies überflüssig?

    Gibt der Pilz beim Absterben Pilzgifte ab? Und: der Pilz bindet doch auch Schwermetalle. Werden diese bei seinem Absterben auch freigegeben?
    Ist deswegen das Binden der Pilzgifte und Schwermetalle nötig? (reichen da z.B. Heilerde oder Flohsamen?). Oder Ausleiten der Gifte mit Lapacho-Tee, Artischocke oder grünem Mate-Tee?
    Ist der Verzehr von Obst-/Apfelessig auch förderlich oder notwendig?

    Wie streng muss die Anti-Candida-Diät sein? Ab und zu Reis, Nudeln und Kartoffeln möglich?

    Verzeihen Sie mir bitte den Umfang meiner Fragen. Vielleicht nehme ich es zu genau? Jedoch danke ich Ihnen schon vielmals für Ihre Rückmeldung, Herr Golenhofen! Das ist echt eine Super Sache mit Ihrem Forum!

    Freundliche Grüsse
    “angi”

    #37146
    dg
    Verwalter

    Hallo,

    ich antworte einfach der Reihe nach (ohne Konzept):

    Ich denke, wir sind uns bei Ihrem Werdegang einig, dass Sie nie einen gesunden Darm hatten. Somit müssen Sie dies nun zum ersten Mal im Leben schaffen!

    Die Mittelchen die Sie bisher genommen haben, sind nur ein Flicken von Fehlendem. Aber wo ist denn die Behandlung der Ursache und die Ganzhandlichkeit?

    Intoleranz, Blutzucker, Allergien sind doch alles Folgen und somit bringen die Untersuchungen nicht wirlich was. Klingt zwar toll, wenn man dann Ergebnisse sieht, aber wo liegt dann die Heilung?

    Ich würde an Ihrer Stelle auch mit der Candida-Kur beginnen.

    Schwermetallbelastungen können natürlich auch bei Ihnen vorliegen. Dies weis ich nicht. Sie haben hier nichts erwähnt, was einen Verdacht nahelegt, aber dazu kenne ich Sie zu wenig. Außerdem kann man so was nie ganz wissen. Die Legende, dass Candida nur wegen schwermetallen kommt ist einfach falsch. Dies kann ich Ihnen aus meiner Erfahrung super sagen. Wenn Sie wollen, dann machen Sie doch einen Mobilisationstest und dann sehen wir, wie stark Sie belastet sind.

    Übersäuerung bedeutet, dass Vitalstoffe fehlen. Hier muss man einfach langsam den Körper aufbauen, aber nicht mit Tabletten.

    Pilze kann man nicht abtöten, sondern man muss das Milieu ändern. Hierüber haben wir schon hundertfach geschrieben – bitte das Forum lesen. Das mit dem Auswandern ist falsch,, denn Sie haben Sowieso die Pilzeüberall und man hungert Pilze nicht aus, sondern man stellt das Milieu um. Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg.

    Stuhltest nicht erforderlich. Wenn Der Darm gesund ist, dann kann auch die Fructoseintoleranz auch verschwinden – siehe Beispiele im Forum.

    Wäsche brauchen Sie nicht besonders zu desinfizieren, Zahnbürsten wegwerfen oder ähnliches. Sie stellen das Milieu um, deshalb geht es auch um Sie und nicht um Ihren Partner. Wenn Sie unsere Kur lesen, dann sehen Sie doch, dass wir remineraliesieren und Diät gleichzeitig machen. Für mich fragen Sie zu viel und völlig durcheinander. Lesen Sie doch bitte erstmal unser Forum. Dann wird eigentlich alles klar. Ich kann nicht immer wieder alles schreiben und noch mal und noch mal….

    Dominik Golenhofen

Ansicht von 2 Beiträgen - 1 bis 2 (von insgesamt 2)
  • Sei müssen angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.