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  • #25447
    flying-fox
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    Herr Golenhofen,
    mein Anliegen ist folgendes: ich bin Mitte 30, an sich gesund, nur fühle ich mich energielos und krank, und das seit ich denken kann. Als Kind häufig Nebenhöhlenentzündungen, später Infektionen d. oberen Respirationstraktes, rezidivierend, aber halt nicht ständig. Seit meinem 21. Lj häufiges Krankheitsgefühl, insb. in den letzten paar Jahren zunehmend. Vor ca 7 Jahren hatten plötzlich Niesanfälle begonnen, besonders i.d.Früh., aber auch nachts, dass ich nicht schlafen konnte; seröse Rhinitis und Konjunktivitis manchmal auch abends, so stark, dass ich meine Aktivitäten abbrechen und nach Hause kehren musste. Allergien sind nach Prick-Test keine erhoben, Histaminintoleranz hatte ich in Verdacht, da durch Rotweine und Käse u.a. auslösbar, aber nicht reproduzierbar. Dies hat sich nun aber wieder gebessert, was blieb ist ein ständiges Krankheitsgefühl mit vielleicht 1-2 Tagen Pause i.d. Woche. Die vergangenen 3 Wintersaisonen war ich durchwegs krank, heuer erstmals auch die gesamte Sommersaison. Im Winter hatte ich meine Episoden mit Antibiotika wiederholt abkürzen können. Ich war und bin absolut kein Befürworter solcher, doch wurden aus wie gewohnt 3 Wochen dann 3 Tage Kranheitsdauer. Nebenwirkungen (Darm…) hatte ich (auf zumeist Augmentin) nur seltenst, wenn überhaupt nur 1mal. Natürlich muss es auch ohne gehen, die Folge sind jedoch fortdauernde „Infekte“ genauso wie vor meinen Versuchen mit Antibiotika.
    Gut, die Antibiotika waren nur ein (3maliger) Versuch. Seit gut 10 Wochen fühle ich mich wieder schlapp, Gliederschmerzen, meine Haut ist extrem empfindlich auf Berührung. Fieber habe ich so gut wie nie, 37,2° (Ohrthermometer) sind Luxus. Dzt habe ich Druck in den Kieferhöhlen, NNH-CT´s waren immer schon unauffällig, eine neue Untersuchung erübrigt sich. Sonstige Herde kann ich mir kaum vorstellen, meine Zähne sind gesund, an dieser Stelle zu erwähnen sei, dass ich Amalgam gänzlich ungeschoren davon gekommen bin.
    An sich bin ich sehr und vor allem gerne sportlich und ich leide darunter, dass ich nach 2 erfolgreichen Trainingseinheiten wieder Pause für 2-3 Wochen einlegen muss. Zusätzlich nerven mich rez. Gelenksschmerzen, mal da mal dort, die ich aber auf meine unregelmäßigen Belastungen bei fehlender Kontinuität zurückführe, erwähnt seien sie trotzdem. Ich selbst bin Arzt und gehe (daher) davon aus, dass „schulmedizinisch“ nicht viel zu machen sein wird. Ich bin äußerst froh, über Ihre kompetente Website gestolpert zu sein. Vielleicht können Sie mir raten, wo ich weiter ansetzen kann. Ich finde einfach keinen gemeinsamen Nenner für meine „therapierefraktären“ Symptome. Ich weiß, dass der Darm eine zentrale Rolle in der Immunabwehr spielt und frage nun Sie als Experte auf diesem Gebiet.
    Vielleicht noch 2 Zusatzinformationen, Symptome, die möglicherweise in einem Zusammenhang stehen könnten:
    1, Wiederholt symptomatische ventrikuläre Extrasystolen, insbesondere vor 2 Jahren in einer Nachtdienst-intensiven Zeit, als ich über Wochen „subfebril“ war, wie gewohnt mit grippalen Beschwerden. Seit einem Jahr allerdings beschwerdefrei. Sie waren vorallem aufgetreten, als ich krank war und unter Stress stand, ich messe ihnen heute daher keine große Bedeutung bei.
    2, gehäufte Hypoglykämien, typischerweise unter Anstrengung, dh.in den frühen Morgenstunden eines Nachtdienstes oder unter sportlicher Aktivität, insbes bei gleichzeitigen Ernährungssünden (Schoki et al). Ich hatte vermehrte Insulinausschüttung vermutet, oGTT und HbA1c sind völlig i.O., Fastentest habe ich offiziell nie gemacht, Hungern wird von meinem Körper allerdings gut reguliert, ein Ergebnis ist nicht wirklich anzunehmen.
    Disstress empfinde ich in meiner Arbeit übrigens keinen mehr und der letzte Nachtdienst ist mittlerweile 1 Jahr her.

    Gut, folgende Untersuchungen habe ich bereits vorgenommen:
    Div. Blutabnahmen haben einen IgA Mangel ergeben, in etwa 50% unter der Norm, ob angeboren oder erworben ist ungewiss. Das scheint eine mögliche Ursache, was sagen Sie?
    Alles andere passt. Entzündungswerte (Leukos, CRP…) waren noch nie erhöht, Rheumafaktoren, Gliadin-Ak… neg., die ganze Chemie oB, also auch die Schilddrüse… Im Autoimmunstatus minimale Abweichungen, aber ohne Aussagekraft. Borrelien-Ak (IgM und IgG) negativ.
    Ein TCM-Arzt hatte mit einer Testung (u.a. Pulsdiagnostik und kinesiologisch(?)) div. Nahrungsmittelunverträglichkeiten festgestellt, Milch, Weizen, Soja, Ei, Mais, Glutamat….. jeweilige Karenz und „Auslöschung“ hatte rein gar nichts gebracht. Zuletzt ließ ich von einem Physioenergetiker mittels Armlängenreflex-Test viele Substanzen austesten: Ergebnis sei ein Folsäure- und Omega3-Fettsäuremangel, eine Intoxikation des Bindegewebes, u.a. mit Blei, und eine Candida-Belastung des oberen GI-Traktes. Borrelien seien negativ, ebenso Candida im Darm u.v.m. Seit gestern nehme ich Folsäure, Omega 3-FS und Derivatio-Tbl zur Ausleitung; dann noch ein Thymianextrakt gg orale Candida.

    Eine Bleibelastung ist anzunehmen. Mein Trinkwassertest vor 1 Woche hatte eine 4-5 fache Grenzwertüberschreitung ergeben, allerdings im „Stagnationswasser“. Fließwassertest ist ausständig.
    Meinen Nährstoffmangel (Folsäure..) kann ich nicht nachvollziehen, ich lebe vegetarisch und ernähre mich von ungeheuren Mengen (meist gekochtem) Gemüse mit Oliven-, Kern- Distel- und sonstigen Ölen, Salaten („leider“ manchmal auch abends..). Dazu kommen Eiweiß-Shakes (Soja, genfrei) und Milchprodukte (mäßig). Kohlenhydrate versuche ich entsprechend Ihrer Anleitung zu reduzieren; nur angesichts meiner Arbeit und sportlichen Interessen sind letztere für mich nahezu unverzichtbar (Müsli, Brot, Reis).
    Mein Kollege führt meine Beschwerden auf den IgA-Mangel zurück. Respiratorisch verständlich, allerdings habe ich gastrointestinal absolut keine Beschwerden und bin in dem Bereich auch überhaupt nicht anfällig. Fragt sich daher, ob eine „Sanierung“, Entgiftung bzw ein Darmaufbau überhaupt sinnvoll bzw notwendig ist. Soll ich zuerst entsäuern? Meine Werte hier sind auch nicht dramatisch. Ich hatte viele Tage gemessen mit dem Ergebnis leichter Übersäuerung bei geringer Dynamik. Doch sind die Werte mit Vorbehalt zu werten, da ich ja permanent kränkelte. Jetzt, wo es mir kurzfristig wieder besser ging, sahen die Werte folgendermaßen und vielleicht eine Spur besser aus:

    2010-09-28, nach langem erstmals gesund, nur „Muskelkater“ nach Wiederaufnahme des Trainings:

    06h40 5,8 09h30 F
    10h15 6,8
    11h15 6,5
    13h15 7,5 13h20 M
    16h10 7,2
    17h40 7,4
    18h30 6,8
    20h00 7,4 20h30 A
    23h15 6,5

    2010-09-29, heute neuerliches Krankheitsgefühl, zunehmender Muskelkater:

    06h00 6,2
    07h00 6,2 08h45 F
    09h00 6,2
    10h30 7,0
    13h00 6,8 13h00 M
    18h00 6,2 18h30 A
    20h00 5,9
    23h00 6,5

    2010-09-30, heute etwas besser, noch nicht 100% fit

    02h00 5,9 (?)
    06h00 6,5
    06h45 7,0
    07h30 6,8
    08h30 6,8 08h40 F
    10h30 6,3
    12h00 7,0 13h30 M
    14h30 6,3
    15h15 7,0
    17h45 6,8 18h00 A
    19h45 6,6
    21h00 6,5

    Meine Überlegungen gingen ursprünglich Richtung Pianto und Acerola, fragt sich, ob „mehr“ notwendig oder eine andere Richtung einzuschlagen sinnvoller ist. Leitungswasser zuhause ist mittlerweile tabu, Ihre Umkehrosmoseanlage im Rahmen meines künftigen Umbaus vorgesehen. Bis dahin bleibt es bei reichlich Quellwasser.
    Ich bedanke mich für einen evl Rat.

    #36482
    dg
    Verwalter

    Hallo,

    Ihre pH-Werte sind alles andere als gut! Hier muss man einbisschen genauer hinschauen. Super, dass so vorbildlich gemessen haben, denn sonst hätte man die Abweichungen nur schwer erkennen können.

    Vergleichen Sie bitte die Werte VOR den 3 Mittagessen und die Werte DANACH. Die Werte danach müßten um einen ganzen pH-Wert höher leigen. Bei Ihnen ist es genau umgekehrt. Sie haben einen sehr starken Basenmangel. Hier sollten wir aktiv werden.

    Ihr chronischen Infektionen sind immer ein fortgeschrittnes Krankheitsbild, wo das Immunsystem sich nicht mehr ausreichen wehren kann. sie dürfen NIE mehr Antibiotika, Asperin oder ähnliches nehmen. Einfach nichts mehr, was irgend wie auf das immunsystem bzw. fiebersenkend wirkt. Wir müssen versuchen, dass Sie Fieber bekommen (>38,5) und dann können wir jubeln und eine Flasche Sekt öffnen, denn bei einem solchen Fieber kann sich der Körper endlich der Infekte entledigen…

    Eine Bleibelastung wäre natürlich ein Grund und wäre zu lösen. Wie hoch sind denn Ihr Leukozyten? Unter 6,0 ist immer ein Verdacht auf Blei. Ein Gesunder hat über 8 (Die Norm lässt aber auch 4,0 zu).
    Wenn Sie wirklich Blei belastet sind, so müssen Sie dies engiften, denn sonst werden Sie nie gesund. Der Körper scheidet Blei nicht von selber aus.

    Die ganzen Test die Sie gemacht haben, kann man schwer kommentieren, denn es sind keine objektiven Tests. Somit weis ich nicht, ob Sie wirklich alles essen können oder die beschriebenen Mängel haben.

    Mein Rat: Gesunde Ernährung gemäß unseres Ratgebers. Ohne Zucker, Milchprodukte, ….baschenüberschüssig essen! Bio usw.
    Wenn Ich Sie richtig verstanden haben, dann haben Sie KEINE Blähungen und täglich Stuhlgang mit einem gut geformten Würstchen???

    Beginnen Sie zu entsäuern: Jeden 2. Tag eine Basenbad und Pianto so viel, dass der Stuhl leicht flüssig ist (3x pro Tag Stuhlgang).

    Für die Bleibelastung unterhalten wir uns noch nach dem Wert der Leukos. (Bitte die letzten 3 Untersuchungen hier mit Datum angeben).

    Bis bald….

    Dominik Golenhofen

    #36496
    flying-fox
    Teilnehmer

    Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Golenhofen,
    wenn ich Sie richtig verstanden habe genügen Ernährung, Basenbäder und Pianto?

    Sie haben selbstverständlich Recht, der postprandiale ph-Anstieg fehlt bei meinen gezeigten Werten tatsächlich. Das ist nicht immer so; oft zeigen sich Anstiege nach dem Essen bis auf das 10fache (+0,5-1ph), wobei ich mich insgesamt dann eher im sauren Milieu befinde…..

    Zu den geforderten Leukozytenwerten:
    31.3.2004: 6,6
    19.1.2009: 5,06
    13.8.2009: 6,84
    12.8.2010: 6,1

    Zur „Entgiftung“ (Blei, whatever..) nehme ich Derivatio Tbl. bereits seit geraumer Zeit. Auch diese habe ich unlängst physioenergetisch (Armlängenreflex) austesten lassen; der Messung zufolge scheinen die Tabletten nützlich zu sein.

    Gut, dann nochmals zurück zu meiner Eingangsfrage: halten Sie vorerst Basenbäder und Pianto zur Entsäuerung für ausreichend? Ich möchte schön langsam bestellen, jedoch dabei nichts auslassen.

    PS. Haben Sie richtig verstanden, meine Verdauung ist völlig normal; natürlich gibt es Tagesschwankungen, sie ist nicht immer gleich. Leichte Blähungen kommen auch vor, aber die stören (zumindest mich ☺ ) nicht weiter…
    Das wär´s für´s Erste.

    Schönen Gruß,
    ff.

    #36544
    dg
    Verwalter

    Hallo,

    die Leukozyten wären mit > 8,0 ideal und mit um die 6 liegen Sie im leicht gestörten Bereich. Nicht ideal, aber auch keine Katastrophe.

    Da Sie die pH-Erhöhung nach der Mahlzeit haben, ist Pianto, Bäder und die basische Ernährung ausreichend.

    Bezüglich der Bleiausleitung bin ich skeptisch, denn ein wirkliches Schwermetall-Mittel ist es nicht, was Sie da nehmen. Eher eine allg. Anregung.

    Somit entsäuern Sie doch erstmal und dann sehen wir weiter…

    Grüße

    Dominik Golenhofen

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