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    ramsi
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    Lieber Herr Golenhofen, liebe Forenuser,

    seit ca. 1 Jahr plagen mich Probleme. Folgende Symptome sind bei mir vorhanden:

    – Herzstolpern (mit Unruhe um das Brustbein herum, schwer zu beschreiben)
    – Schlafstörungen (Anfangs zur Leberzeit erwacht, jetzt mein gegen 5 Uhr hell wach)
    – vegetative Störungen, Unruhe, manchmal auch Zittern
    – Schwäche in den Muskeln (meist Beine)
    – Muskelvibrieren

    Diese Symptome treten nicht immer gleich stark auf. Doch das Herzstolpern lässt mich seit einem Jahr nicht mehr los. Verstärkt tritt es am Abend und in der Früh (Bett) auf. Stehe ich auf, geht es weg. An schlechten Tagen habe ich auch tagsüber Probleme.

    Folgende Werte habe ich in einer Vollblutmineralanalyse im Januar ermitteln lassen:

    Vollblutmineralanylyse Parameter HK korrigiert

    Natrium: 1831 (1900-2000)
    Kalium: 1848 (1750-1850)
    Calcium: 57,14 (59-61)
    Magnesium: 39,84 (34-36)
    Kupfer: 0,89 (1,10-1,20)
    Eisen: 448 (440-480)
    Zink: 7,33 (7,30-7,70)

    Quotienten HK (Haematokrit):
    Kalium/Natrium 1,01 (0,87-0,97)
    Magnesium/Calcium 0,70 (0,55-0,61)
    Kalium/Calcium 32,35 (29-31)
    Kupfer/Zink 0,12 (0,135-0165)

    Hierbei sind Calcium und Kupfer auffällig niedrig. Eine Substitution von Calciumcitrat brachte keine Besserung. Überhaupt vertrage ich keine Citrate mehr. Bei Mg bekomme ich Herzklopfen.

    Mein Hausarzt brachte mich auf die Möglichkeit einer Schwermetallbelastung.

    Ein DMPS-Mobilisationstest im Harn (Unithiol 250mg iv) brachte folgende Werte Kreatinin-Korrigiert:

    Kupfer: 1400 (250-2000)
    Zink: 4640 (2000-9000)
    Quecksilber: 43 (bis 50)
    Blei: <46 (bis 75)
    Zinn: <4,6 (bis 15)

    Auffällig finde ich hier nun die relativ große Kupferausscheidung nach DMPS. Laut VollBlutuntersuchung habe ich Kupfermangel, doch der DMPS-Test zeigt allerdings gespeicherte Kupferdepots.

    Nun weiß ich nicht, wie ich das Kupfer einordnen soll und ob meine Angst begründet ist, vielleicht die Kupferspeicherkrankheit zu haben und es mir deshalb so schlecht geht und nicht nur wegen dem Hg.

    Da ich bereits einige Runden DMSA und auch ALA hinter mir habe, dürfte eine erneute Bestimmung von Kupferparametern relativ schwer sein.

    Was soll ich machen, ist meine Angst (hoffentlich) unbegründet? Mein Arzt sprach ich schon mehrmals darauf an, doch er sieht keinen Morbus Willson, da meine Leberwerte OK sind, doch ein beginnender MW kann ja trotzdem sein oder ist das in meinem Alter von 42 Jahren praktisch unmöglich?

    Außerdem, wie bekomme ich meinen Mineralienhaushalt wieder ins Lot? Durch meine früheren Amalgam-Füllungen (leider vor 2 Jahren ungeschützt ausbohren lassen) oder durch was weiß ich scheint die Steuerung der richtigen Mineralienaufnahme schwer gestört zu sein 🙁

    Noch als Hintergrund. Ich ernährte mich 1 1/2 Jahre fast fleischlos, ass dabei aber zu viel Weissmehlprodukte, so dass ich sicher übersäuerte. Trank relativ oft Alkohol (2 bi3 Bier / Wein jeden Abend) und ging spät ins Bett (oft 3 Uhr und 6 wieder aufstehen). Ich denke, ich hatte dadurch meinen Körper ziemlich übel mitgespielt, obwohl die Probleme schleichend kamen. Seit fast einem Jahr ist der Spuk vorbei. Ich esse wieder Fleisch und achte darauf, wenig Mehlprodukte zu essen. Seit ca. 2 bis 3 Monaten esse ich fast überhaupt keine Mehlprodukte mehr, dafür Ziegenmolke, Mittags Rohkost und am Abend Salat mit Eiern, Fisch oder Fleisch. Trotzdem sind die Beschwerden nicht weggegangen.

    Über Hilfe würde ich mich sehr freuen

    Gruß
    Ramsi

    #35464
    dg
    Verwalter

    Hallo Ramsi,

    endlich meine Antwort:

    Was für Einheiten haben den Ihre Werte? Ich kenne beim Vollblut von Kalium den Refferenzbereich von 38-55 mmol/l.
    Ihre Grenzwerte sind viel enger und so kann ich dies ohne Angabe von Einheiten nicht einschätzen.
    Natrium im Vollblut zu bestimmen ist unsinn, da es zu 98 % im Serum vorkommt. Welches Labor macht denn diesen Unsinn?

    Ich kann nur sagen, dass ich alle Werte als sehr komisch empfinde!

    Auch Calcium im Vollblut ist quatsch…also bitte erstam die Einheiten angeben, dann sehen wir weiter.
    Ich hba noch nie einen Patienten mit zu viel Magnesium gesehen…

    DMSA bindet extrem viel Kupfer, weshalb die Menge von 1400 als normal anzusehen ist (liegt ja auch in der Norm). Ich glaube an kein Kupferproblem bei Ihnen.

    Hg ist mit 43 noch recht hoch, aber bei einer i.v. Gabe noch in der Norm. Ich arbeite mit DMSA und bin deshalb in der Bewertung der i.V. Werte von DMPS etwas unsicher.

    Mein Rat: Messen Sie doch mal Ihre pH-Werte! Dann sehen wir, ob die Übersäuerung noch sehr hoch ist. Bezüglich der Mineralien sehen wir nach den Einheiten weiter….

    Ihre Beschwerden klingen für mich mehr nach Übersäuerung, als nach Schwermetallproblemen.

    Grüße

    Dominik Golenhofen

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