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  • #23862
    erich
    Teilnehmer

    Guten Tag Herr Golenhofen

    Ich habe eine Verwandte, der ich mit Naturmedizin bei ihren gesundheitlichen Problemen helfen möchte.

    Die betreffende ist 40 Jahre alt und hat seit ca. 3 1/2 Jahren Gelenkrheuma. Sie nimmt dagegen Medikamente, wobei sie die Dosis in den letzten Monaten reduzieren konnte. Ich konnte sie nach längerem Motivieren endlich dazu bringen, dass sie pro Tag wenigstens 1 1/2 Liter Wasser trinkt (früher oftmals nur 5 dl pro Tag). Seit ihrer Jugend leidet sie an starker Verstopfung. Vor kurzem hat sie mir gesagt, dass sie vielleicht alle zwei bis drei Wochen mal auf die Toilette muss!! Aber auch dann kommt es meistens nur zu einer kleinen Ausscheidung. Sie macht jetzt wenigstens 1 bis 2 Mal pro Woche einen Einlauf, wobei mehrheitlich nur wieder das (saubere) Wasser rauskommt, welches sie in den Darm laufen gelassen hat. Ich gehe davon aus, dass sie doch enorme Stuhlablagerungen und eine starke Verschleimung im Körper haben muss. Denken Sie, dass eine Darmreinigung auch bei Rheuma angebracht ist? Allerdings müsste das Gelöste dann auch wieder abgeführt werden, da sonst sicher Rheuma-Schübe ausgelöst werden könnten. Ich bitte Sie um einen Ratschlag, wie wir das Problem mit der Verstopfung am Besten angehen können, ohne meine Verwandte zu überfordern.
    Vielen Dank für die Antwort und freundliche Grüsse
    Erich

    #27695
    dg
    Verwalter

    Hallo Erich!

    Ich finde es schön, dass Sie Ihrer Freundin helfen möchten, bin aber skeptisch, wenn Sie missionieren Anstelle der Eigeninitative ihrer Freundin!

    Ich würde Ihr vorschlagen zuerst einige Colon-Hydro-Therapien zu machen.

    Dann auf jeden Fall noch mehr trinken >2 Liter.

    Eine der wichtigsten Massnahmen ist die Entsäuerung:
    1. Basenpulver einnehmen
    2. Basische Bäder
    3. Basische Ernährung (selbstverständlich das wichtigste, am Besten Vegan!)

    Um wirklich täglich einen Stuhlgang von selbst zu erhalten, würde ich mit der Einnahme von Mikroorganismen für den Darm beginnen. Falls dies nicht ausreicht kann sie täglich einen TL Bittersalz dazu nehmen.

    Ich denke, dies sollte für den Anfang reichen.

    Schöne Grüße

    Dominik Golenhofen

    #28737
    erich
    Teilnehmer

    Hallo Herr Golenhofen
    Genau heute vor einem Jahr habe ich Sie aufgrund dieses Porblems um Rat gefragt, welch Zufall 🙂

    In der Zwischenzeit hat es meine Freundin geschafft, 2 Liter Wasser pro Tag zu Trinken und mit meiner Hilfe die Nahrung umzustellen in Begleitung von Basentabletten. Die Rheuma-Medikamente hat sie auf ein Minimum reduziert. Bei Einläufen kommt nur Wasser. Trotz dieser Veränderung ist sie auch in den letzten Monaten nur unregelmässig auf die Toilette gegangen (ca. 3 X pro Monat). Letzte Woche war sie bei einem Darmspezialisten, der eine Darmspiegelung gemacht hat. Im Dickdarm ist gemäss Arzt alles in Ordnung. (Ich hatte Angst, dass sie Polypen, Krebs, Darmverschluss, etc. haben könnte). Der Arzt sagte, dass der Dickdarm sehr geschlungen sei. Da sie schon als Jugentliche aufgrund der Verstopfung im Darm schmerzen hatte, unterdrückte sie den Stuhlgang während Jahren. Gemäss Arzt ist das wahrscheinlich der Grund, weshalb der Darm so geschlungen ist. Das starke Abführmittel vor der Darmspiegelung hat bei ihr nicht viel bewirkt, dabei hat ihr der Arzt eine grössere Menge nach Hause gegeben als er es bei “gewöhnlichen” Patienten gibt! Es kam nach der Einnahme nur Wasser mit ein wenig Stuhl-Wasser vermischt. Trotzdem war gemäss Arzt der Dickdarm sauber genug für die Darmspiegelung. Das Problem muss also im Dickdarm sein! Mittlerweile nimmt sie seit ca. 2 Wochen Darmbakterien ein, dies aber nur widerwillig, da sie den Geschmack scheusslich findet. Können Sie mir erklären, was da in ihrem Dünndarm vor sich geht und was meine Freundin noch tun kann, um endlich auf das WC gehen zu können?
    Vielen Dank für die Antwort.
    Erich

    #28746
    dg
    Verwalter

    Hallo Erich!

    Ich muß erstmal 2 Sachen Fragen:

    Ich der Stuhlgang sehr hart, wenn Sie denn mal auf Toilette geht? (Auch welche Farbe?)
    Hat Sie Blähungen, Schmerzen oder ähnliches?

    Grüße

    Dominik Golenhofen

    #28754
    erich
    Teilnehmer

    Hallo Herr Golenhofen

    Die Farbe des Stuhls war vor der Einnahme der Darmbakterien gemischt mit dunkelbraun/hellbraun. Der Stuhl war sehr hart und es sind noch immer nur ca. 3 cm lange Stückchen, die sehr dünn sind. Seitdem sie Darmbakterien einnimmt, ist der Stuhl sehr schmierig und eher rötlich. Ebenfalls hat sie wieder Schmerzen im Darm bekommen, seit sie die Bakterien nimmt. Blähungen hat sie eher selten.
    Freundliche Grüsse
    Erich

    #28755
    dg
    Verwalter

    Hallo Erich,

    da die Farbe eher dunkel war, ist der Gallefluß wohl ganz in Ordnung, so dass wir Leberreinigung usw. erst mal nicht benötigen.

    Ich denke, dass die Trägheit des Darmes sicher 2 Komponenten hat:
    1. Die Gewöhnung
    2. Die Schlacken im vegetativen Nervensystem des Darmes.

    Ihr Beginn mit der Trinkmenge ist schon sehr gut, sollte man aber noch auf 2,5 bis 3 Liter pro Tag steigern (mind. 1 Liter auf 25 kg Körpergewicht).

    Die Mikroorganismen sind auch der 2 logische richtige Schritt. Da sie die Mikroorganismen nicht gerne einnimmt, würde ich nur eine einmalige Einnahme an Morgen vor dem Frühstück vorschlagen, dann aber 50ml. Um noch bessere Erfolge zu haben, könnte Sie auch eine 2. Einnahme von 50ml am Abend erwägen (evtl. auch nicht jeden Tag). Je öfter und mehr desto besser.

    Die 3. Komponente wäre der Beginn mit Pianto. Diese hochkonzentrierte Lebensmittel ist hier wie geschaffen. (Deshalb hatte ich erst Rückgefragt, um sicher zu sein, dass wir den Nagel auf den Kopf treffen.) Die erste Dosis sollte Sie gleich morgens zusammen mit den Mikroorganismen einnehmen. 2 TL auf die 50ml Mikroorganismen und dann noch 50-150ml Wasser oder O-Saft (am besten frisch gepresst) dazu mischen. Dann ist der Geschmack besser und man muß nicht mehreres nach einander einnehmen, was man nicht mag.

    Wenn so die 1. Woche “überlebt” wurde, beginnt man mit der Steigerung des Piantos, sprich die Morgenprozedur bleibt gleich, aber man beginnt während des Tages Pianto einzunehmen (egal wann).
    1. Tag 1 TL Pianto zusätzlich (mit 200-500ml Wasser, je nach Geschmack).
    2. Tag 2 Mal 1 TL PIanto zusätzlich (mit je 200-500ml Wasser, je nach Geschmack).
    3. und weiter Tage: Jeden Tag wird weiter um einen TL gesteigert. Besser öfters 1 TL als 2 TL auf einmal einnehmen. Dies muß jeder selber sehen, wie er dies schafft.

    Wichtig: Man steigert so lange, bis der Stuhlgang leicht flüssig wird! Man sollte dann auch 2-3 Mal am Tag auf Toilette gehen (teil 3 Mal direkt hintereinander, teils auf den Tag verteilt; dies spielt keine Rolle). Wenn der Stuhl sehr flüssig ist und man nur einmal geht, ist dies auch OK.
    Ist der Stuhlgang flüssig steigert man nicht weiter!

    Man kann so durchaus auf bis zu 10 TL am Tag steigern. Jeder ist anders und braucht unterschiedliche Mengen.

    Häufig ist es so, dass man schon bei 4-5 TL am Tag diesen Effekt erlebt, dies auch so 2 Wochen bleibt und der Stuhl wieder härter wird. Dann ist es wieder an der Zeit weiter zu steigern und die neue individuelle Grenze zu finden. Teils schwankt es auch und es ist gar nicht immer einfach die richtige Dosis zu finden. Deshalb gilt die Grundregel: Langsam steigern und sich genau beobachten. Ist es zu viel (wässrige Durchfälle) dann einfach reduzieren oder aussetzen.

    Diesen Zustand des leicht flüssigen Stuhls sollte Sie so ca. 100 Tage durchhalten. In dieser Zeit bekommt Ihr Körper einen solchen Mineralschub, dass das Nervensystem des Darms wieder in Gang kommt und die eigene Darmmotorik wieder anspringt. Ich hoffe, dieses erprobte System wird auch bei Ihrer Bekannten funktionieren.

    Alles Gute

    Dominik Golenhofen

    #28757
    erich
    Teilnehmer

    Vielen Dank für die Antwort! Ich werde mit meiner Freundin heute abend alles besprechen. Bei Fragen werde ich Sie wieder kontaktieren.
    Freundliche Grüsse
    Erich

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