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  • #23940
    andreas75
    Teilnehmer

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    beim Durchstöbern des Forums ist mir aufgefallen, dass hier sehr kompetent Fragen zur Umkehrosmose beantwortet werden.

    Folgendes brennt mir schon länger unter den Nägeln. Auf diversen Webseiten mehren sich Horrormeldungen über die Verkeimung von Anlagen. Insbesondere findend sich die folgenden Gerüchte:
    1. Es käme sehr häufig zu einer Verkeimung des Edelstahltanks.
    2. Es bestünde weiterhin die Gefahr einer Verkeimung der gesamten Anlage von der Wasserzuleitung her (durch einen “Biofilm”, was immer das sein mag).
    3. Schließlich käme es häufig zu einer Verkeimung des Postfilters.

    Ich würde mich über eine generelle Stellungnahme zu diesen Kritikpunkten freuen und hätte weiterhin folgende Fragen zu meiner, kürzlich erworbenen, Anlage:
    1. Ich stelle fest, dass sich der Tank nicht vollständig leert, obwohl der Druck korrekt auf ein knappes bar eingestellt ist. Dabei bleiben stets zwischen 100 und etwa 500 Milliliter im Tank. Ist das normal bzw. erhöht dies die Gefahr der Verkeimung?
    2. Hätte ich bei der Installation der Anlage besonderes beachten müssen, um eine Verkeimung zu vermeiden?
    3. Unsere anderthalbjährige Tochter bekommt das Wasser täglich zu trinken. Ist die Gefahr, die insbesondere für sie von einer Verkeimung ausgeht, bedenklich?
    4. Kann man ein Verkeimungsrisiko durch Abkochen des Osmosewassers vermeiden?
    5. Muss ich etwas beachten, wenn ich mehrere Wochen im Urlaub bin? (Danach Tank mehrmals durchspülen o. ä.?)
    6. Die Anlage schaltet den Abwasser-Durchfluss auch dann nicht ab, wenn kein Wasser gefiltert wird, so muss ich immer, sobald der Tank voll ist, den Zulauf abdrehen. Woran könnte das liegen?
    7. Schließlich und endlich. Als großer Grünteefan bin ich sehr enttäuscht, dass der Tee mit Leitungswasser sehr viel aromatischer schmeckt als mit Osmosewasser. Woran kann das liegen bzw. wie kann ich das umgehen? Bräuchte ich für diesen Fall eine Remineralisierungskartusche?

    Ich bedaure, dem zuständigen Admin mit diesem Fragenbombardement viel Mühe zu bereiten und hoffe dennoch auf eine aufklärende Antwort.

    Haben Sie in jedem Fall ganz herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!

    Mit besten Grüßen,
    Andy.

    #27954
    andreas75
    Teilnehmer

    P. S.: 8. Kann ich eine eventuelle Verkeimung mit meinem TDS-Gerät messen?

    #27969
    dg
    Verwalter

    Hallo!

    Ja, zu Verkeimungen kann es kommen und ich glaube dies ist gar nicht so selten, wenn die Anlagennicht so hochwertig sind. Es ist hier nur mit einer regelmäßigen Wartung-Testung gedient!
    Mit einem TDS-Meter kann man dies testen (siehe Produkte). Unsere Anlage hat genau aus diesem Grund direkt vor der Wasserentnahme eine ständige Kontrolle mittels des Mini-Computers und Displays. So kann man jederzeit sehen wie das Wasser ist! Für mich ist dies ein “muß” bei einer Anlage!

    Zu 1) Das ist normal und stellt kein Problem dar. Das Wasser wechselt sich ja auch Dauer und ist ja schließlich keimfrei, solange die Membran intakt ist.
    Zu 2) Nein
    Zu 3) kontrollieren Sie das Wasser und dann stellt sich diese Frage nicht!
    Zu 4) Das ist nun wirklich Unsinn. Wozu eine Anlage die besser wirkt als abkochen kaufen und dann noch abkochen. Einfach kontrollieren oder gleich eine “vernünftige” Anlage kaufen (siehe unsere Anlage!!!!).
    Zu 5) Ich empfehle den Tank ein mal leer laufen zu lassen und dann sieht man auf dem Display ja, dass das Wasser OK ist und kann es trinken.
    Zu 6) Ich kenn Ihre Anlage nicht! Hersteller fragen. Evtl spült ihre Anlage konstant und so läuft ständig Wasser.
    Zu 7) Dies überrascht mich sehr! Ich höre von unseren Kunden immer nur, dass Tee und Kaffee besser schmecken. Dies könnte einmal an der Art der Membran liegen oder an der evtl. fehlenden Energetisierung.

    Alles Gute

    Dominik Golenhofen

    #27986
    gert-bauer
    Teilnehmer

    hallo andreas,

    bin neu hier und habe ein frage:
    ich bin sehr an der osmose von agenki interessiert und würde gerne erfahren ob du zufrieden bist. ich habe diese woche mehrere gespräche mit einer dame von agenki geführt und war sehr überrascht, was für ein wissen die dame über osmose hat. wäre nett wenn du mir antwortest. danke gert.
    meine mailadresse ist gerti.bauer@vr-web.de

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    beim Durchstöbern des Forums ist mir aufgefallen, dass hier sehr kompetent Fragen zur Umkehrosmose beantwortet werden.

    Folgendes brennt mir schon länger unter den Nägeln. Auf diversen Webseiten mehren sich Horrormeldungen über die Verkeimung von Anlagen. Insbesondere findend sich die folgenden Gerüchte:
    1. Es käme sehr häufig zu einer Verkeimung des Edelstahltanks.
    2. Es bestünde weiterhin die Gefahr einer Verkeimung der gesamten Anlage von der Wasserzuleitung her (durch einen “Biofilm”, was immer das sein mag).
    3. Schließlich käme es häufig zu einer Verkeimung des Postfilters.

    Ich würde mich über eine generelle Stellungnahme zu diesen Kritikpunkten freuen und hätte weiterhin folgende Fragen zu meiner, kürzlich erworbenen, Anlage:
    1. Ich stelle fest, dass sich der Tank nicht vollständig leert, obwohl der Druck korrekt auf ein knappes bar eingestellt ist. Dabei bleiben stets zwischen 100 und etwa 500 Milliliter im Tank. Ist das normal bzw. erhöht dies die Gefahr der Verkeimung?
    2. Hätte ich bei der Installation der Anlage besonderes beachten müssen, um eine Verkeimung zu vermeiden?
    3. Unsere anderthalbjährige Tochter bekommt das Wasser täglich zu trinken. Ist die Gefahr, die insbesondere für sie von einer Verkeimung ausgeht, bedenklich?
    4. Kann man ein Verkeimungsrisiko durch Abkochen des Osmosewassers vermeiden?
    5. Muss ich etwas beachten, wenn ich mehrere Wochen im Urlaub bin? (Danach Tank mehrmals durchspülen o. ä.?)
    6. Die Anlage schaltet den Abwasser-Durchfluss auch dann nicht ab, wenn kein Wasser gefiltert wird, so muss ich immer, sobald der Tank voll ist, den Zulauf abdrehen. Woran könnte das liegen?
    7. Schließlich und endlich. Als großer Grünteefan bin ich sehr enttäuscht, dass der Tee mit Leitungswasser sehr viel aromatischer schmeckt als mit Osmosewasser. Woran kann das liegen bzw. wie kann ich das umgehen? Bräuchte ich für diesen Fall eine Remineralisierungskartusche?

    Ich bedaure, dem zuständigen Admin mit diesem Fragenbombardement viel Mühe zu bereiten und hoffe dennoch auf eine aufklärende Antwort.

    Haben Sie in jedem Fall ganz herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!

    Mit besten Grüßen,
    Andy.

    #28080
    andreas75
    Teilnehmer

    Hallo Herr Golenhofen,

    Herr Golenhofer, haben Sie herzlichen Dank für Ihre Antwort.

    Die nächste Anlage wird von Ihnen sein! Nach so einer kompetenten Antwort. Ich wusste gar nicht, dass es UO-Anlagen mit automatischer Wasserprüfung gibt.

    Eine Frage verbleibt: Wie erkenne ich eine Verkeimung? Liege ich richtig in der Annahme, dass in diesem Fall der TDS-Wert massiv (von 8 auf wieviel ungefähr?) steigt?

    Zu Tee/Kaffee: Mittlerweile schmeckt mir der Tee mit dem gefilterten Wasser sehr gut. Der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier, und ich denke, dass ich einfach den “Hintergrundgeschmack” der gelösten Mineralstoffe gewohnt war und als Teil des Teegeschmacks empfunden hatte. War also eine Frage der Gewohnheit…

    Nochmals: Herzlichen Dank für die freundliche Antwort!

    Mit besten Grüßen,
    Andy.

    P. S.: Hallo Gert, ich kann dir leider nicht weiterhelfen, da ich eine sehr günstige UO-Anlage per eBay ersteigert habe und damit schon einigen Ärger hatte (s. o.). Wenn ich genügend Geld hätte nochmals eine zu kaufen, würde ich mich für die von agenki entscheiden — nach der kompetenten Beratung hier.

    #28084
    jb
    Teilnehmer

    Hallo Andreas,

    Herr Golenhofen ist momentan im Urlaub. Daher werde ich versuchen, Ihre Frage kurz zu beantworten.

    Bei einer Verkeimung wird der Wert ansteigen. Wie hoch kann man leider nicht so einfach sagen. Auch kann man bei einem ansteigendem Wert nicht automatisch auf eine Verkeimung schließen. Ein ansteigender Wert kann z.B. auch von einer nicht mehr richtig funktionierenden Membran ausgelöst werden.

    Da bei Ihrer Anlage die Wasserqualität nicht automatisch überprüft wird, kann ich Ihnen nur empfehlen, das Wasser regelmäßig mit einem TDS-Meter zu prüfen.

    Falls es noch etwas zu ergänzen gibt, wird dies Herr Golenhofen nach seinem Urlaub tun.

    Viele Grüße,
    J. Becker

    #28088
    andreas75
    Teilnehmer

    Hallo Herr Becker,

    vielen Dank für Ihre hilfreiche Information, die mir weitergeholfen hat!

    Beste Grüße,
    Andreas.

    #28092
    dg
    Verwalter

    So eine kurze Meldung aus dem Urlaub.

    Alle Antworten von Herrn Becker sind perfekt. Nur als Ergaenzung:
    Der Wert wird bei Verkeimungen ueber 100 ppm (200 mikrosimens) ansteigen.

    Dominik Golenhofen

    #28099
    andreas75
    Teilnehmer

    Danke Herr Golenhofer,

    da lieg ich mit 5-6 signifikant drunter. :o)

    Beste Grüße,
    Andreas

    #33307
    fidibus
    Teilnehmer

    Hallo alle zusammen,

    ich besitze seit Jahren eine 5-Stufige UO-Anlage und möchte zum Thema Verkeimung einen kurzen Beitrag leisten:

    ——
    Das TDS-Testverfahren:
    Gibt Auskunft über die Gesamtbelastung Ihres Leitungs- oder Flaschenwassers mit gelösten Stoffen (z. B. Schwermetalle, Nitrate, Pestizide, Pflanzenschutzmittel, Chemikalien etc.)
    Das Messinstrument der sog. „TDS-Tester“ zeigt an, welche Mengen an Stoffen (Salzen) im Wasser gelöst sind, die nicht Wasser sind. Mit einem guten „TDS-Tester“ erhalten Sie Einblick in die Menge der Substanzen, die im Wasser nicht mit bloßem Auge zu erkennen sind.
    Die Abkürzung „TDS“ bedeutet „Total Dissolved Solids“, was etwa mit „Gesamtmenge gelöster Stoffe“ übersetzt werden kann.
    Das Messen mit einem TDS-Tester ist einfacher und schneller, als mit Reagenzien. Die meisten dieser Geräte sind batteriebetrieben. Sie messen, wie viel Elektrizität in der Wasserprobe von einer Elektrode zur anderen fließt. Je mehr Stoffe im Wasser gelöst sind, desto mehr Elektrizität fließt.
    Die Maßeinheit der meisten TDS-Tester ist ppm (parts per million), sie zeigt an, wie viel Fremdmoleküle in jeweils einer Million Wassermoleküle vorhanden sind – ppm entspricht in
    etwa Milligramm pro Liter.

    Das TDS Testverfahren dient der Bestimmung der Leitfähigkeit des Wassers und spiegelt somit den Salzgehalt des Wassers wieder.

    Eine Verkeimung des Wassers führt jedoch nicht zu einer Erhöhung des Salzgehaltes im Wassers und läßt sich mit diesem Verfahren auch nicht feststellen.

    Im übrigen wird in einer guten Anlage das Wasser vor Gebrauch nochmals durch einen Aktivkohle-Nachfilter geleitet.

    Gruß
    fidibus

    #33323
    dg
    Verwalter

    Hallo Fidibus,

    was Sie schreiben ist bis auf dem letzten Satz korrekt. Denn bei einer Verkeimung des RO Wassers steigt sehr wohl der Wert stark an. Ich habe dies selbst einmal bei einer Kollegin erlebt, woder Wert sehr hoch war, weil die Anlage verkeimt war und Membrane noch in Ordnung.

    Die Verekimung ändert zwar nicht den Salzgehalt, aber den Leitwert, warum dies so ist weis ich aber nicht.

    Grüße

    Dominik Golenhofen

    #33330
    fidibus
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Golnhofen,

    Ihrem letzen Beitrg muss ich widersprechen!

    Der Leitwert kann bei einer Verkeimung nicht ansteigen, da die Anzahl leitfähiger Teilchen nicht zunimmt – die wurden durch Vorfilter und Membran rausgefiltert.
    Eine Leitwerterhöhung kann m.E. nur mit einer nachlassenden Membranqualität erklärt werden.
    Eine Vekeimung läßt sich nur durch ein aufwendiges Prüfverfahren feststellen.
    Da es sich bei den Anlagen jedoch bei fachgerechter Installation um geschlossene Systeme handelt, halte ich die Gefahr einer Verkeimung für gering.

    Ich verweise im Übrigen auf meinen Beitrag.
    vom 2. Oktober 2009.

    Gruß
    Fidibus

    #33331
    ole
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Fidibus,

    die Aussagen des Herstellers meiner Osmose-Anlage decken sich mit Ihren Schilderungen. Auch sagte er, dass Verkeimung bei permanentem Betrieb und regelmäßiger, fachgerechter Wartung eigentlich kaum ein Thema ist.

    Dennoch lebt meine diesbezügliche “Beunruhigung” stets ein wenig auf, wenn ich auf eine Diskussion wie die oben stehende treffe. Wie muss ich mir eine Verkeimung denn eigentlich vorstellen? Ist dies ein schleichender Vorgang mit dem Resultat, dass ich langfristig unbemerkt meine Gesundheit schädige. Oder ist dies ein akuter Zustand, der unmittelbar zu Unwohlsein etc. führt. Ist dies dann eine “schlimme Sache”? Bemerkt man eine Verkeimung vielleicht am Geschmack / Geruch? Vielen Dank.

    Grüße von Ole

    #33332
    dg
    Verwalter

    Sehr geehrter Ole,

    Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, denn der Leitwert steigt bei Verkeimung an, so dass Sie dies merken. Fidibus folgert hier etwas aus theoretischem wissen, was in der Praxis nicht stimmt. Er weis es nicht besser und sollte solche Aussagen nicht treffen, ohne die überprüft zu haben. Ich habe bereits dies erlebt und kann Ihnen sagen, dass Bakterien den Leitwert von Wasser verändern. Somit wollen wir hier nicht über Dinge reden, die bei unserer Anlage nicht passieren können.

    Dominik Golenhofen

    #33333
    ole
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Golenhofen,

    wie gesagt, handelt es sich nur um “einen kleinen Rest an gelegentlicher Verunsicherung”. Unterm Strich fühle ich mich mit Osmosewasser sehr gut versorgt.

    Vielen Dank für die Karstellung.

    Viele Grüße

    Ole

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